Bayreuth

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Bayreuth
Ortstyp Stadt
Bundesland Bayern
Regierungsbezirk Oberfranken
Landkreis Kreisfreie Stadt
Höhe 340 m ü. NN;

Höchster Punkt: 527 m über NN (Oschenberg); Niedrigster Punkt: 326 m über NN (Roter Main unterhalb der Kläranlage)

Fläche 66,9 km²
Einwohner 73.097 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte 1.092 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen BT
Gemeindekennzahl 09 4 62 000
Anschrift Luitpoldplatz 13
95444 Bayreuth
Telefon 0921 25-0
Telefax 0921 25-1305
E-Mail Poststelle@stadt.bayreuth.de
Webseite http://www.bayreuth.de/
Oberbürgermeister Brigitte Merk-Erbe (BG)

Bayreuth ist der Sitz der Regierung Oberfrankens und vor allem bekannt für die jährlich im Festspielhaus stattfindenden „Richard-Wagner-Festspiele“.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

49 ° 56' 46 nördlicher Breite und 11° 34' 44 östlicher Länge

Ortszeit

Differenz zur mitteleuropäischen Zeit (MEZ): 13 Minuten und 41 Sekunden

Nachbarorte

Religionen

Kirchengemeinden

Die Bayreuther sind zu 63,7 Prozent evangelisch und zu 28,8 Prozent katholisch.

Katholisch

  • Erzbistum: Bamberg
Dekanat: Bayreuth

Evangelisch-Lutherische

  • Landeskirche Bayern
Kirchenkreis Bayreuth
Dekanat: Bayreuth

Eingemeindungen

  • 1811
St. Georgen
  • 1. April 1939:
Colmdorf, Meyernberg, St. Johannis
  • 1. Januar 1972
Oberkonnersreuth
  • 1. Mai 1972
Laineck
  • 1. Juli 1976
Aichig, Oberpreuschwitz, Seulbitz, Thiergarten
  • 1. Mai 1978:
Wolfsbach, Schlehenberg, Krugshof, Püttelshof

Einwohnerentwicklung

2007: 73.048 (34.675 / 38.373) Bayreuth ist die größte Stadt Oberfrankens, die fünftgrößte in Franken und die neuntgrößte in Bayern. Insgesamt zählt die Stadt rund 35.000 Haushalte.

Geschichte

Gründungsdatum und -geschichte der Stadt Bayreuth liegen im Dunkeln. Stadtgründer waren die Grafen von Andechs, und noch heute zeigt die Innenstadt die typische Struktur eines bayerischen Straßenmarktes: Die Siedlung gruppiert sich um eine zum Platz erweiterte Durchgangsstraße, in deren Mitte das Rathaus stand. Abseits davon lag die Kirche und auf einem kleinen Hügelsporn die herrschaftliche Burg. Die älteste erhaltene Urkunde, in der Bayreuth mit einer großen Repräsentanz der damaligen geistlichen und weltlichen Herrschaft genannt wird, stammt aus dem Jahre 1194.

  • 1194 Erste urkundliche Erwähnung des Ortes „Baierrute“ durch Bischof Otto II. von Bamberg.
  • 1231 Erste urkundliche Erwähnung von Bayreuth als Stadt (civitas).
  • 1260 Bayreuth geht, mit dem Land am Obermain in den Besitz der fränkischen Hohenzollern, das heißt der Burggrafen von Nürnberg, über. Als „Markgrafen von Brandenburg-Culmbach“ bestimmten diese die Geschichte der Stadt und der Region über ein halbes Jahrtausend.
  • 1373 wird in Bayreuth eine Synagoge erwähnt; es ist anzunehmen, dass nach 1350 Juden in Bayreuth sich niederließen
  • 1430 Die Stadt wird von Hussiten erobert und zerstört.
  • 1533 Markgraf Georg führt mit einer neuen Kirchenordnung die Reformation ein.
  • 1602 Bei einer Pestepidemie kommen über 1.000 Einwohner ums Leben.
  • 1603 Markgraf Christian verlegt die fürstliche Residenz von Kulmbach in das Alte Schloss nach Bayreuth. Durch die neue Funktion als Residenzstadt änderten sich Bevölkerungsstruktur und Stadtbild. Aus der Handwerker- wurde eine Hofbeamtenstadt. Der junge Markgraf Christian hatte seine Regierung mit großen Ambitionen angetreten. Trotz seiner Bemühungen um Ausgleich wurde er in den 30-jährigen Krieg hineingezogen, sodass der begonnene Ausbau der Residenzstadt stagnierte. Das flache Land und auch die Stadt Bayreuth wurden von Verwüstungen, Plünderungen und Geiselnahmen der kaiserlichen Truppen heimgesucht.
  • 1605 wurde die Stadt durch einen Brand schwer in Mitleidenschaft gezogen.
  • 1621 wurde Bayreuth nochmals durch einen Stadtbrand schwer geschädigt.
  • 1632-1634 Im Dreißigjährigen Krieg wird die Stadt in drei aufeinander folgenden Jahren von kaiserlichen Truppen eingenommen und geplündert. Nur langsam normalisierte sich nach dem großen Krieg das Leben.
  • 1655 starb nach 52jähriger Regentschaft Markgraf Christian. Sein Nachfolger wurde sein Enkel.
  • 1655/1661 übernahm Christian Ernst die Regierung. Er regierte bis 1712.
1684 nahm Markgraf Christian Ernst an der Befreiung Wiens teil. Der Markgrafenbrunnen und ein Reitermonument, das zuerst im Alten Schlosshof stand und heute den Platz vor dem Neuen Schloss beherrscht, erinnern noch an Christian Ernst, der an der Befreiung des von den Türken belagerten Wiens beteiligt war.
  • 1701 entstand durch den Erbprinz Georg Wilhelm der Stadtteil St. Georgen. Das feudale St. Georgen bestand aus mehreren Schlossbauten und einem Altenheim, dem Gravenreuther Stift. Die Ordenskirche ist noch heute das schönste unveränderte Zeugnis der Bayreuther Hofkunst um 1700. Bis 1811 war St. Georgen eine selbständige, von Bayreuth unabhängige Stadt.
  • 1735 Das Markgrafenpaar Friedrich und Wilhelmine tritt die Regierung an.
Durch dieses Markgrafenpaar Friedrich und Wilhelmine, die kunstsinnige Schwester des preußischen Königs Friedrich II. der Große erlebte Bayreuth seine Blütezeit. In der Zeit zwischen 1735 und 1763 entstanden in rascher Folge die repräsentativen Bauten und Anlagen, von denen die Stadt heute noch geprägt wird: So das Markgräfliche Opernhaus, das wohl schönste erhaltene Barocktheater Europas, so die Eremitage, das Neue Schloss, die Friedrichstraße und der Hofgarten. Wilhelmine unterhielt ein Opernensemble, eine Ballett- und eine Schauspieltruppe. Markgraf Friedrich, ein kultivierter und gebildeter Fürst der Aufklärung, gründete 1742 in Bayreuth eine Universität, die jetzige Universität Erlangen und 1756 eine Kunstakademie. Die Bayreuther Hofkunst orientierte sich an französischen Vorbildern, sie bevorzugte Künstler aus Frankreich und Italien. Die wertvollen markgräflichen Kunstsammlungen, bestehend aus Gemälden, Antiquitäten, Porzellan und vielem mehr, wurden durch die unglücklichen politischen Verhältnisse des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts zerstreut oder vernichtet.
  • 1748 Einweihung des Markgräflichen Opernhauses anlässlich der Hochzeit der Prinzessin Elisabeth Friederike.
  • 1769 fiel das Markgrafentm Bayreuth durch einen Erbvertrag an daas Markgrafen tm Ansbach. Das Ende Bayreuths als Residenzstadt war gekommen.
  • 1792 wurde Bayreuth preußisch, mit dem Einsatz herausragender Kräfte, wie Alexander von Humboldt als Bergbaudirektor und Karl August von Hardenberg als Provinzgouverneur. Ab
  • 1806 seit diesen Jahr litt die Stadt stark unter der napoleonischen Besatzungsmacht, die immer wieder Kriegskontributionen erpresste.
  • 1810 Durch Napoleon kommt Bayreuth zum Königreich Bayern. Dieser Übergang an das neu formierte Königreich Bayern brachte wieder eine geordnete Verwaltung. 1818 wurde die bayerische Gemeindeordnung eingeführt, womit die Stadt hauptberufliche Bürgermeister bekam. In Fortführung der verlorenen Funktion als Residenzstadt wurde Bayreuth Sitz der Regierung des Obermainkreises, der späteren Regierung von Oberfranken. Ein großes Problem um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Eisenbahnanschluss. Die Präferenzen des bayerischen Königreichs für weit von Bayreuth entfernt gewählte Streckenführungen brachten die Stadt beim neuen Eisenbahnnetz ins Abseits. Nur zögerlich siedelte sich Industrie an. Es waren hauptsächlich Spinnereien und Brauereien, die größere Betriebe errichteten. Vom Bayerischen Militär waren das 6. Chevauxleger-Regiment und das 7. Infanterie-Regiment in Bayreuth stationiert.
  • 1873 bezog Richard Wagner sein erbautes Wohnhaus die Villa Wahnfried. Mit dem Einzg Richard Wagners fand das beschauliche Dasein der fränkischen Kleinstadt ein Ende, als 1876 die Richard-Wagner-Festspiele ihren Anfang nahmen. Die Stadtväter erhofften sich von den Festspielen zu Recht eine starke Belebung und Fortentwicklung. Nach dem Tod Wagners wurde das Festspielunternehmen von seiner Witwe Cosima fortgeführt. Hochrangige Musiker und Literaten, aber auch immer mehr Prominenz aus Wirtschaft und Politik unter den Besuchern sorgten dafür, dass sich die Bayreuther Festspiele ab 1888 im kulturellen und gesellschaftlichen Leben Europas fest etablierten.
  • 1876 Bei den ersten Festspielen führt Richard Wagner dreimal den „Ring des Nibelungen“ auf.
  • 1945 Rund ein Drittel der Stadt wird bei Luftangriffen zerstört. Die besondere Rolle, die Bayreuth und Wagner in der Ideologie Adolf Hitlers spielten, musste die Stadt 1945 büßen. Gerne hatte man sich als „Kraftzentrum des Nationalsozialismus“ feiern lassen und Hitler mit seinem engeren Umkreis als regelmäßige Festspielgäste bejubelt. In den letzten Kriegswochen wurde die Stadt schwer bombardiert und zu einem Drittel zerstört, wobei rund 1.000 Menschen ums Leben kamen.
  • 1975 Die neu gegründete Universität Bayreuth nimmt ihren Lehrbetrieb auf.
  • 1993 Bayreuth wird als Oberzentrum ausgewiesen.
  • 1998 Die Universität Bayreuth nimmt den Lehrbetrieb an der neuen 6. Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften auf.
  • 1999 Nach zweijähriger Bauzeit wird die für 20 Millionen Euro errichtete Lohengrin Therme eröffnet.
  • 2001 125 Jahre Bayreuther Festspiele, 50 Jahre Neu-Bayreuth
  • 2003 Eröffnung des Bayreuther Kompetenzzentrums für Neue Materialien Nordbayern.
  • 2005 Als eine der ersten deutschen Mittelstädte schließt Bayreuth ein Kooperationsabkommen mit der südchinesischen Metropole Shaoxing.

Politik

Bürgermeister

Brigitte Merk-Erbe (Bayreuther Gemeinschaft)

Ortsteile

Aichig, Colmdorf, Krugshof, Laineck, Meyernberg, Oberkonnersreuth, Oberpreuschwitz, Püttelshof, St. Georgen, St. Johannis, Schlehenberg, Seulbitz, Thiergarten, Wolfsbach.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Deutsches Freimaurer-Museum in der Villa der Freimaurerloge „Eleusis zur Verschwiegenheit“ - Im Hofgarten 1 - Tel.: 0921 69824 -Öffnungszeiten: Di.-Fr. 10.00-12.00 und 14.00-16.00 Uhr, Sa. 10.00 - 12.00
  • Franz-Liszt-Museum, Wahnfriedstraße 9 - Tel.: 0921 51664 - Öffnungszeiten: September - Juni: täglich 10 - 12 Uhr, 14 - 17 Uhr Juli/August: täglich 10 - 17 Uhr 24./25.12.
  • Historisches Museum, Kirchplatz 4 - Tel.: 0921 76401-0 - Öffnungszeiten: Di. - So. 10 - 17 Uhr Juli/August täglich 10 - 17 Uhr 31.12.: 10 - 14 Uhr 01.01.: 13 - 17 Uhr
  • Jean-Paul-Museum Wahnfriedstr. 1 - Tel.: 0921 5071444 - Öffnungszeiten: Sept. - Juni: tägl. 10 - 12 Uhr, 14 - 17 Uhr Juli/August: täglich 10 - 17 Uhr
  • Kunstmuseum, Maximilianstraße 33 - Tel.: 0921 76453-0
  • Maisel's Brauerei- und Büttnereimuseum, Hindenburgstraße 9 - Telefon: 0921 401-0
  • Museum für Vor- und Frühgeschichte des Historischen Vereins für Oberfranken. Ludwigstraße 25 b, Tel.: 0921 65307
  • Richard-Wagner-Museum im Haus Wahnfried, das Wohnhaus Richard Wagners und seiner Familie. Richard-Wagner-Straße 48 95444 Bayreuth Tel.: 0921 757280
  • Tabakhistorische Sammlung der British American Tabacco, Maximilianstraße 33 - Tel.: 0921 7645310 - Öffnungszeiten: Di. - So. 10 - 17 Uhr Juli/August täglich 10 - 17 Uhr
  • Urweltmuseum Oberfrankens, Kanzleistraße 1 - Telefon: 0921 511211 - Öffnungszeiten: Di. - So.: 10 - 17 Uhr

Archive

  • Bundesarchiv
  • Stadtarchiv
Die Unterbringung des Archivs der Stadt Bayreuth ist für eine Universitätsstadt, wie auch als Bezirkshauptstadt, mehr als ungenügend.

Theater

Antrag auf das Prädikat „Weltkulturerbe“ - für das Markgräfliche Operhaus - ist gestellt worden.
  • das Bayreuther Festspielhaus wurde in den Jahren 1873-1875 erbaut und dient nur zur Aufführung der Werke Richard Wagners.
  • Stadthalle Bayreuth, diese Bühne wird vom Theater Hof bespielt; wie auch Tourneetheater hier Station machen.
  • Studiobühne Bayreuth und das
  • Amateurtheater Brandenburger Kulturstadl. Spielstätten der
  • die Studiobühne spielt im Theater an der Röntgenstraße, dem Ruinentheater in der Eremitage und dem Innenhof der Klavierfabrik Steingraeber&Söhne.

Sehenswertes

Architektonisches

Altes Schloss

Im 2. Weltkrieg ausgebrannt, beinhaltet es heute Teile der oberfränkischen Regierung.

Schlosskirche

Im Zentrum von Bayreuth erbaute 1753 bis 1758 das Markgrafenehepaar Wilhelmine und Friedrich seine Hofkirche, in der die Fürsten auch später begraben werden wollten. Ihrem Wunsch entsprechend hat man sie dann auch nach ihrem Tod zusammen mit ihrer gemeinsamen Tochter Friederike, Herzogin zu Württemberg, in einer oberirdischen Gruft, geschaffen von Carl Philipp von Gontard, beigesetzt. Im Inneren der Kirche überraschen der helle, freundliche Raum des französischen Hofbaumeisters Joseph Saint-Pierre und der zum Besten des Rokoko gehörende Deckenstuck des Italieners Giovanni Battista Pedrozzi. Seit 1813 ist die Schlosskirche Pfarr- und Mutterkirche aller katholischen Pfarreien in Bayreuth und der näheren Umgebung.

Schlossturm

Der achteckige, bereits 1656 nach Plänen von Caspar Fischer auf noch älteren Fundamenten erbaute Glockenturm, auch als „Schlossturm“ bekannt, gehört seit Langem zu den Wahrzeichen der Stadt Bayreuth. Das nahezu Einzigartige an ihm ist, dass sich um eine Wendeltreppe des hohlen Turmkerns nochmals eine fast stufenlose Straße für den Warentransport nach oben windet. So störten der Fußgängerverkehr auf der Wendeltreppe und der Lastenverkehr der steuerpflichtigen Bauern, die auf der Rampe ihre Abgaben in die markgräflichen Speicher brachten, einander nicht. Die zahlreichen Steinmetzzeichen im oberen Aufgang wie auch das interessante Stutzrippengewölbe weisen auf den Architekten Mebart hin. Vom liebevoll ausgestatteten Türmerstübchen hoch über der Stadt hat man einen schönen Rundblick bis hin zum Fichtelgebirge.

Anschrift:

Katholisches Pfarramt Schlosskirche Unsere Liebe Frau
Schlossberglein 5
95444 Bayreuth

Kontakt:

Kongress- und Tourismuszentrale Bayreuth

Tel: 0921 885-88

Eintrittspreise: 1,- € für Erwachsene; Kinder bis 15 Jahren frei

Öffnungszeiten: geöffnet für Gruppen im Rahmen eines Stadtrundgangs nach Vereinbarung

Neues Schloss

Nach dem Brand des Alten Schlosses erbaute der französische Baumeister Joseph Saint-Pierre 1753 im Auftrag des Markgrafen Friedrich von Brandenburg-Bayreuth die neue Stadtresidenz. Großen Einfluss auf die Gestaltung übte Markgräfin Wilhelmine aus, die unter anderem das Spiegelscherbenkabinett und das Alte Musikzimmer mit Pastellbildnissen von Sängern, Schauspielern und Tänzern selbst entwarf. Charakteristisch für das Bayreuther Rokoko ist auch das Palmenzimmer mit seiner kostbaren Nussholzvertäfelung.

Im Erdgeschoss des Neuen Schlosses wird eine umfangreiche Sammlung Bayreuther Fayencen der im Jahre 1716 gegründeten Manufaktur gezeigt (Sammlung Rummel). Die Bayerische Schlösserverwaltung hat zudem in drei ehemaligen markgräflichen Wohnräumen eine museale Dokumentation über die Theaterarchitektenfamilie der Galli Bibiena eröffnet. Die Ausstellung mit dem Titel „Die Galli Bibiena und das Markgräfliche Opernhaus“ ist von 9 bis 18 Uhr geöffnet (Oktober bis März: 10 bis 16 Uhr). Der Eintritt ist im Preis für das Neue Schloss enthalten.

Informationen:

Schloss- und Gartenverwaltung Bayreuth-Eremitage, Ludwigstraße 21, 95444 Bayreuth
Tel: 0921 75969-0
Fax: 0921 75969-15
E-Mail: sgvbayreuth@bsv.bayern.de

Eintritt:

4 € regulär; 3 € ermäßigt
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Eintritt frei
Gesamtkarte "Neues Schloss und Markgräfliches Opernhaus":
7 € regulär; 6 € ermäßigt
Kombikarte (Drei Bayreuther Objekte der Bayerischen Schlösserverwaltung nach freier Auswahl):
9 € regulär; 7 € ermäßigt

Öffnungszeiten:

April - September: täglich 9 - 18 Uhr
Oktober - März: 10 - 16 Uhr (Montags geschlossen)
Markgräfliches Opernhaus

Das Markgräfliche Opernhaus, eines der schönsten Barocktheater Europas, zeugt noch heute vom Leben und Wirken sowie den künstlerischen Neigungen der Markgräfin Wilhelmine. Die preußische Prinzessin und Lieblingsschwester Friedrichs des Großen, eine der bedeutendsten Frauengestalten im Deutschland des 18. Jahrhunderts, machte aus der Residenzstadt Bayreuth eine strahlende Kulturmetropole. Ihr Lieblingsprojekt und zugleich prächtigster Spielort war das Markgräfliche Opernhaus.

In nur vier Jahren Bauzeit wurde es 1748 fertig gestellt - außen von Joseph Saint-Pierre, innen von Giuseppe und Carlo Galli-Bibiena. Zu seiner Zeit war es in Größe und Prachtfülle nur vergleichbar mit Häusern in Wien, Dresden, Paris oder Venedig. Diese glanzvolle Bühne bietet heute den stimmungsvollen Rahmen für eine ganze Reihe hochkarätiger Konzertreihen, darunter die alljährlich stattfindende Fränkische Festwoche sowie das Festival Bayreuther Barock.

Eine eindrucksvolle Licht- und Toninszenierung informiert über das Opernhaus sowie über Kultur und Geschichte der Markgrafschaft. Im Jahr 2010 kam das Markgräfliche Opernhaus in die enger Auswahl zu den Unesco-Weltkulturerbestätten in Franken. Allerdings entschied sich die deutsche Kultusministerkonferenz in einer «Nacht- und Nebelaktion», die Fagus-Werke im niedersächsischen Alfeld für die Wahl zu nominieren.

Anschrift/Information:

Opernstraße 14, 95444 Bayreuth
Tel: 0921 75969-22
Fax: 0921 75969-32

Eintrittspreise:

5 € regulär, 4 € ermäßigt
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Eintritt frei
Gesamtkarte "Neues Schloss und Markgräfliches Opernhaus":
7 € regulär, 6 € ermäßigt
Kombikarte Bayreuth (Drei Bayreuther Objekte der Bayerischen Schlösserverwaltung nach freier Auswahl): 9 € regulär, 6 € ermäßigt

Öffnungszeiten::Täglich geöffnet

April - September: 9 - 18 Uhr
Oktober - März: 10 - 16 Uhr
Villa Wahnfried

Das Haus samt Park grenzt an den Park des Neuens Schlosses und wurde in den Jahren 1872 bis 1874 für Richard Wagner und seiner Familie errichtet.

Das Haus wurde nach Ideen von Richard Wagner durch den in Berlin ansäßigen Architekten Wilhelm Neumann durch den Baumeister Carl Wölfel erbaut. Bis 1973 war das Haus im besitz der Familie Wagner, die das Anwesen der Stadt Bayrreuth übereigneten. Unter städtischer Regie erfolgte die Wiederherstellung des Parks bis 1976 und selbigen Jahres wurde das Richard-Wagner-Museum eingerichtet. Dieser Einrichtung angegliedert ist das Nationalarchiv und die Forschungsstätte der Richard-Wagner-Stiftung-Bayreuth Im Park der Villa Wahnfried - zwischen Villa und Schloßpark - wurde Richard Wagner und späterhin auch seine Witwe Cosima in einer Gruft bestattet. In nächster Nähe des Wagnerschen Begräbnisses finden sich auch benamte Hundegräber.

Festspielhaus

Das Bayreuther Festspielhaus auf dem grünen Hügel gehört zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten der Stadt. Einzigartig in Architektur und Akustik, zählt es zu den größten Opernbühnen der Welt. 1872 ließ Richard Wagner das einmalige Gebäude am nördlichen Stadtrand Bayreuths erbauen, um sich an einem Ort ohne andere Ablenkung in voller Konzentration allein den Darbietungen seiner Werke widmen zu können. Bereits 1876 fanden hier die ersten Festspiele mit der erstmals vollständigen Aufführung des Ring des Nibelungen statt.

Besonderes Merkmal des Festspielhauses ist, neben seiner einzigartigen Architektur, die unvergleichliche und weltbekannte Akustik. Sie beruht vor allem auf dem gänzlich mit Holz verkleideten Innenraum und darauf, dass es keine Logen an den Seiten des Zuschauerraums gibt. Außerdem sind die Sitze der Zuschauerreihen ungepolstert, sodass wenig Schall geschluckt wird und sich der Klang im ganzen Raum verteilen kann.

Anschrift:

Festspielhügel 1-2
95445 Bayreuth
Tel: 0921 78780

Eintrittspreise:

Erwachsene: 5,- €; Gruppen (ab 12 Personen): 4,- €; Ermäßigung: 3,- € (Schüler/Studenten/Schwerbehinderte)

Öffnungszeiten:

September und Oktober: 10 Uhr, 11 Uhr, 14 Uhr und 15 Uhr
November geschlossen
Dezember bis April: 10 Uhr, 14 Uhr
  • Pfarrkirche
  • Stiftskirche
Alte Münze
seit 1981 unter der Bezeichnung Iwalewa-Haus das Afrikazentrum der Universität Bayreuth

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr
Brunnen
  • Neptunsbrunnen
  • Wittelsbacher-Brunnen
Denkmäler
  • Markgraf-Christian Ernst-Brunnen
  • Markgräfin Wilhelmine
  • König Maximilian II. Joseph von Bayern. Das Denkmal am Alten Schloss
Gedenktafeln
  • Anton Bruckner (* 4. September 1824 in Ansfelden, Österreich; † 11. Oktober 1896 in Wien), Komponist. Die Gedenktafel befindet sich am nördlichen Eingang der Schlosskirche

Parks und Erholungsanlagen

  • Schlosspark beim Neuen Schloss in Bayreuth
  • Der Ökologisch-Botanische Garten der Universität Bayreuth wurde 1978 als zentrale Uni-Einrichtung gegründet. Auf seinem Gelände wachsen über 10 000 Pflanzenarten aus verschiedensten Teilen der Erde, überwiegend in naturnahen Vegetationstypen. Neben der Vielfalt der Pflanzen werden deren ökologische Beziehungen und Funktionen dargestellt und - soweit möglich - Aufgaben des Artenschutzes wahrgenommen.

Die zentrale Aufgabe des Gartens besteht darin, die Universität in Forschung und Lehre zu unterstützen und einer breiten Öffentlichkeit der Erholung und Bildung zu dienen. Dem studentischen Unterricht und der Forschung dienen ausgedehnte Versuchsflächen. mehrere Grundwasserbecken, eine meteorologische Messstation, Laborräume und eine umfangreiche Bibliothek. Das wissenschaftliche Personal des Gartens bietet jedes Semester eigene Lehrveranstaltungen an.

Anschrift:

Universitätsstraße 30
95447 Bayreuth
Tel: 0921 552961

Öffnungszeiten:

Außenanlagen:
Mo - Fr: 8 - 17 Uhr
Außenanlage und Gewächshäuser:
So: 10 - 16 Uhr

Jeden ersten Sonntag im Monat findet eine öffentliche Führung statt (Beginn 10 Uhr); Führungen für Gruppen nach Vereinbarung.

Markgräfliche Sitze außerhalb von Bayreuth

Vereine

Freiwillige Feuerwehren

Sport

  • 1. Achterball-Club Bayreuth e.V.
  • 1. Athletik-Club Bayreuth e.V.
  • 1. Badminton-Club Bayreuth e.V.
  • 1. FC Bayreuth von 1910 e.V.
  • 1. FC Meyernberg - Bayreuth e.V.
  • 1. Tanzclub Rot-Gold Bayreuth e.V.
  • Allgemeiner Deutscher Fahrradclub (ADFC), Kreisverband Bayreuth
  • ASV Laineck
  • ASV Oberpreuschwitz
  • Athletik-Sport-Club Bindlach e.V.
  • Automobilclub (AC) Bayreuth e.V. im ADAC
  • Ballspielclub Bayreuth-Saas e.V.
  • Basketball-Club Bayreuth e.V. (BBC Bayreuth)
Bayreuth ist mit der Mannschaft des BBC Bayreuth Heimat eines Basketball-Zweitligisten.
  • Bayerische Amateur-Kickbox-Union e.V.
  • Bayreuther Bowling Verein e.V.
  • Bayreuther Eishockey - Club e.V.
  • Bayreuther Schlittschuh Club e.V.
  • Bayreuther Sportverein von 1898 e.V. (BSV)
  • Bayreuther Turnerschaft von 1861 e.V. (BTS)
  • Behindeten-Sportgruppe/Reha-Sport Diakonisches Werk
  • Betriebssportgemeinschaft (BSG) der LVA Bayreuth
  • Betriebssportgemeinschaft (BSG) Grundig Bayreuth
  • Betriebssportgemeinschaft Sparkasse Bayreuth e.V.
  • Bicycleclub Bayreuth e. V.
  • Bike-Sport-Bühne Bayreuth e.V.
  • Boxclub Bayreuth e. V.
  • BSC Bayreuth-Saas e.V.
  • CKC Morenden
  • Club der BAT Bayreuth
  • Deutscher Street- & Ballhockey Bund e.V.
  • Eisenbahner-Sportverein Bayreuth
  • Eishockeyclub Bayreuth „Die Tigers“ e.V.
  • Eishockeyclub DIE LÄUSE e.V.
  • Eisschützenclub Bayreuth e.V.
  • Elefant Racing e.V.
Das Rennteam der FAN Am 10.03.2004 ist an der FAN der erste Verein gegründet worden. Hierbei handelt es sich um ein Team junger, angehender Ingenieure, die an einem Wettbewerb (Formula Student) teilnehmen werden. Für diesen Wettbewerb wird ein Rennwagen konstruiert und gebaut, der dann an einem internationalen Vergleichswettkampf die FAN vertreten wird.
  • Elefanten-Club Bayreuth e.V.
  • Erster Pistolen-Schieß-Club Bayreuth e.V.
  • FC Eintracht Bayreuth von 1974 e.V.
  • Forum Traditionelle Kampfkunst e.V.
  • FSV Bayreuth e.V.
  • Spielvereinigung Bayreuth
Diese Fußballmannschaft feierte ihre größten Erfolge 1979, als sie sich für die Aufstiegsspiele um den Einzug in die 1. Fußballbundesliga qualifizierte, sowie 1980, als man den amtierenden deutschen Meister FC Bayern München 1:0 im DFB-Pokal bezwang und sich erst im Viertelfinale dem FC Schalke 04 beugen musste. Heute spielt die SpVgg Bayreuth ebenso wie die Handballer von HaSpo Bayreuth in der Bayernliga.

Gaststätten

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Alle Strecken von und nach Bayreuth sind eingleisig und nicht elektrifiziert. Der Franken-Sachsen-Express bietet eine Direktverbindung im Zweistundentakt nach Dresden.
  • Flugverkehr: Bayreuth verfügt über einen eigenen Flugplatz, die letzten Linienflüge wurden jedoch 2002 aufgrund mangelnder Nachfrage eingestellt.

Bildung

Bayreuth ist wieder Universitätsstadt

Durch zahlreiche Neubauviertel dehnte sich die Stadt nach dem Krieg weit in ihre Umgebung aus. Die alte Behörden- und Verwaltungsstadt hat sich seither zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort, einem modernen Dienstleistungszentrum sowie einer Stadt der Gesundheit und des Sports weiterentwickelt. Die Festspiele begannen wieder im Jahre 1951. Das bedeutendste Ereignis der Nachkriegsgeschichte aber ist zweifellos die Gründung der 7. Bayerischen Universität: die Universität Bayreuth nahm 1975 den Lehrbetrieb auf. Mit über 74.000 Einwohnern ist Bayreuth heute die größte Stadt Oberfrankens.

Personen

Söhne und Töchter des Ortes

Weitere bekannte Persönlichkeiten

  • Quintus Apollinaris (* um 1500; † ?), Arzt und Alchimist, soll sich am Hof von Bayreuth aufgehalten haben. Also dann doch eher auf der Plassenburg zu Kulmbach
  • Richard Wagner, Komponist
  • Hans Cossy (* 4. Oktober 1911 in Köln; † 31. Juli 1972 in Bayreuth), Bühnen- und Fernsehschauspieler
  • Theodor Bertram (* 12. Februar 1869 in Stuttgart; † 24. November 1907 in Bayreuth), Sänger
  • Kaspar Jakob Besenbeck (* 11. April 1760 in Erlangen; † 22. März 1815 in Bayreuth), klassischer Philologe, evangelisch-lutherischer Theologe
  • Ottilie Alexandrine Helene von Bistram (* 8. Juli 1859 in Riga; † 19. Juli 1931 in Bayreuth), Frauenrechtlerin
  • Houston Stewart Chamberlain (* 9. September 1855 in Southsea bei Portsmouth; † 9. Januar 1927 in Bayreuth), Kulturphilosoph, Schriftsteller
  • Christian, Markgraf von Brandenburg-Bayreuth (* 30. Januar 1581 in Cölln, Spree; † 30. Mai 1655 in Bayreuth)

Quellen

Literatur

  • Matthias Simon: Bayreuthisches Pfarrerbuch. Die evangelisch-lutherische Geistlichkeit des Fürstentums Kulmbach-Bayreuth (1528/29-1810). [Vorwort: D. Schornbaum; Clauß]. München: Ch. Kaiser, Verlag, 1930-31, XXVI, 516 S. (Einzelarbeiten aus der Kirchengeschichte Bayerns; Band 12)

Einzelnachweise

  • Die Informationen wurden der offiziellen Webseite der Stadt Bayreuth entnommen.
  • Kay Weniger: Das große Personallexikon des Films, Band 2, Seite 174
  • Kay Weniger: Das große Personallexikon des Films, Band 6, Seite 411

Siehe auch

Weblinks

Karte

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