Bimbala vo Laff

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Der (oder das) Bimbala vo Laff war ein Bürger der Stadt Lauf an der Pegnitz. Der wirkliche Name und die Lebensdaten dieses Laufer Originals sind nicht nachweisbar.

Inhaltsverzeichnis

Zum Namen

Es gibt auch abweichende Schreibweisen des Namens. Ewald Glückert, der Stadtarchivar der Stadt Lauf an der Pegnitz, schreibt: „Es ist nicht einmal eindeutig geklärt, ob er „Bimbela“, „Bimbala“, „Bimbl“, „Pimpela“ oder gar „Pimperlein“ heißt, und der Artikel wechselt zwischen „das“ und „der“.“[1]

Zur Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des „Bimbala“ stammt schon aus dem 19. Jahrhundert. Der Nürnberger Jurist und Verwaltungsbeamte Benedict Wilhelm Zahn (1738-1819), dessen Eltern aus Lauf stammten, erwähnt in seiner Sprichwörtersammlung bereits die Wendung: „Da geht es zu wie bei dem Pimpela zu Laff“.

Auf der Internetseite der Stadt Lauf wird das Bimbala vo Laff wie folgt beschrieben:

„Angeblich war das Bimbela also ein äußerst unordentlicher Mensch, dessen chaotische Lebensverhältnisse geradezu sprichwörtlich wurden und als Redewendung dazu dienten, um allgemein eine besonders schlampige Lebens- oder Haushaltsführung zu beschreiben.“

Fast bekannter als die Figur selbst ist das Lied vom Bimbala vo Laff, das seine Lebensgeschichte vom Tunichtgut zum ungebildeten Lebenskünstler mit Bauernschläue beschreibt.

Seitdem wurde das „Bimbala vo Laff“ als Neckerei auf alle Bewohner Laufs übertragen. Doch die „Laffer Bimbala“ tragen dies genauso mit Humor wie die Nürnberger ihren Nürnberger Trichter und verleihen ebenfalls einen Fastnachtsorden.

Karnevalsorden

  • Goldener „Bimbala vo Laff“, Sonderorden der Laufer Karnevalsgesellschaft KG Hilaritas Lauf e.V.[2]


Fanclub

Literatur

  • „Su woar es Laffer Bimbela“ und „Es Bimbela vo Laff“. Lauf an der Pegnitz: Fahner-Verlag[3]
  • Hans Gröschel: In Laff dou draß is gwesn. Heitere Gedichte und Geschichten. Illustrator: Wolfgang Storch. Lauf an der Pegnitz: Hans Fahner, 1987, 60 S., ISBN 3-924158-09-6; 2. Auflage, Juli 1988
  • Bettina Engl: „Das Bimbala vo Laff“. Die Gestalt aus Lauf an der Pegnitz im Wandel der Zeit. Zulassungsarbeit im Fach Volkskunde zum 1. Lehramtsexamen Grund-, Haupt- oder Realschulen, Universität Erlangen-Nürnberg, Nürnberg 1993 (Betreuer Hartmut Heller, mitbetreut durch den Lehrbeauftragten Dr. Wolfgang Oppelt) - [1] [2]
  • Benedict Wilhelm Zahn: Bäiderla af alli Subbm. Die Sprichwörtersammmlung des Benedict Wilhelm Zahn. Hrsg. von Michael Diefenbacher und Wiltrud Fischer-Pache. Bearbeitet von Herbert Maas. Im Selbstverlag des Stadtrats zu Nürnberg. Nürnberg: Edelmann, 1997, XXV, 237 S., ISBN 3-87191-240-9 (Edelmann) ISBN 3-925002-27-8 (Stadtarchiv Nürnberg) (Quellen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg; Band 27)
  • In Laff dou draß is gwesn ... Erinnerungen an Hans Gröschel. JHS–Verlag (J.H. Singerer), Lauf an der Pegnitz - allmaechd.com

Siehe auch

Weblinks

  • Ewald Glückert: es Bimbala vo Laff - im Netz
  • Bimbala vo Laff, Region: Franken, Bedeutung: Witzfigur von Lauf. In: Mein liebstes bayerisches Wort. Dialekt-Bibliothek des Bayerischen Rundfunks und des Landesvereins für Heimatpflege - im Netz

Einzelnachweise

  1. Stadtarchiv Lauf: Ewald Glückert: es bimbala vo Laff
  2. KG Hilaritas: „es Bimbala vo Laff“. Alle Ehrungen und Abzeichen
  3. Das Gedicht „Su woar es Laffer Bimbela“ stammt laut Ewald Glückert vom Laufer Kaminkehrermeister, Heimatdichter und Bürgermeister Hans Schmidt (1856-1934) Laut Fußnote unter den beiden Gedichten sollen dagegen sowohl das erste als auch das zweite Gedicht „Es Bimbela vo Laff“ vom Laufer Mundartautor Hans Gröschel (1920-1996) stammen. Dafür sprechen die folgenden „Erinnerungen an Hans Gröschel“:


  • In Laff dou draß is gwesn ... Erinnerungen an Hans Gröschel. JHS–Verlag (John Harald Singerer), Lauf an der Pegnitz - allmaechd.com