Bischof-Meiser-Straße (Nürnberg)

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Die ehemalige Bischof-Meiser-Straße in Nürnberg wurde 1957 zu Ehren des verstorbenen Landesbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Hans Meiser (1881-1956), benannt. Nach umfangreichen Debatten zur Person Hans Meisers beschloss der Nürnberger Stadtrat im Januar 2007, sie in Spitalgasse umzubenennen.

Bischof-Meiser-Straße

Inhaltsverzeichnis

Geographische Lage

Die Bischof-Meiser-Straße lag in der Sebalder Altstadt rechts der Pegnitz. Sie verlief von der Museumsbrücke bzw. der Plobenhofstraße zunächst wenige Meter östlich Richtung Spitalgasse an der Bushaltestelle Heilig-Geist-Spital vorbei und bog dann links ab nach Norden Richtung Frauenkirche zum Obstmarkt. In dem kurzen Straßenabschnitt der Bischof-Meiser-Straße gab es nur drei Gebäude mit den Hausnummern 1, 3 und 2.

Am Anfang der ehemaligen Bischof-Meiser-Straße steht das Narrenschiff des Bildhauers Jürgen Weber. In Haus Nr. 1 links ist das Bestattungsamt der Stadt Nürnberg untergebracht. In Haus Nr. 3 um die Ecke links befinden sich Einzelhandelsgeschäfte. Rechts auf der anderen Seite in Haus Nr. 2 befindet sich die Dresdener Bank, und darin das Kongeligt Dansk Konsulat, das Honorarkonsulat des Königreichs Dänemark.

Zur Geschichte

Vor dem Zweiten Weltkrieg verlief etwas weiter westlich die schmale „Herzgasse“. Sie hieß in der reichstädtischen Zeit „Herzwirtsgäßlein“ nach dem damaligen Gasthof „Zum goldenen Herz“, dem späteren „Bratwurstherzle“; später 1809/10 hieß sie kürzer „Herzgäßlein“. Da die Nürnberger Altstadt 1945 total zerbombt war, wurde die ehemalige Herzgasse stark verbreitert als Durchgangsstraße auf gleiche Höhe mit dem Obstmarkt verlegt.

Nach dem Tod von Landesbischof Hans Meiser wurde die Herzgasse 1957 unter Einbeziehung des westlichen Teilstücks der Spitalgasse in Bischof-Meiser-Straße umbenannt. (Stadtlexikon Nürnberg)

Es fällt auf, dass es im Stadtlexikon Nürnberg zwar den zitierten Artikel über die Bischof-Meiser-Straße gibt, aber keinen über Hans Meiser. Auch im Essay von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich über „Kirchen und kirchliches Leben“ in Nürnberg im Stadtlexikon Nürnberg wird Hans Meiser nicht erwähnt.

Wie bei manchen seiner Zeitgenossen in gehobenen Positionen wurde auch das Wirken Hans Meisers im „Dritten Reich“ und davor untersucht, aber öffentlich erst fünfzig Jahre nach seinem Tod. Angeblich antisemitische Äußerungen Meisers aus dem Jahr 1926 führten zu einem heftigen Streit über seine Person und über den Namen der Bischof-Meiser-Straße in Nürnberg und München. Aufsehen erregte dabei Prof. Dr. Gotthard Jasper im Jahr 2006 mit einem Gutachten über Hans Meiser. Der Nürnberger Stadtrat hatte dies in Auftrag gegeben, weil über die Umbenennung der Bischof-Meiser-Straße diskutiert worden war. In einer Leserumfrage der „Nürnberger Zeitung“ stimmten rund 90 Prozent der Leser für die Beibehaltung der Bischof-Meiser-Straße.

SPD-Stadtrat Arno Hamburger setzte im Nürnberger Stadtrat gegen die Stimmen der CSU durch, dass die „Bischof-Meiser-Straße“ umbenannt wurde. Hamburger kritisierte Meiser als Antisemiten, der für die Auswirkungen des Rassenhasses mitverantwortlich sei. (1)

Der Nürnberger Stadtrat beschloss am 24. Januar 2007, die Bischof-Meiser-Straße in „Spitalgasse“ umzubenennen. Gleichzeitig beauftragte er die Verwaltung, „im Einvernehmen mit dem evangelischen Dekanat geeignete Formen zur Kommentierung und Dokumentation der Hintergründe des Vorgangs zu erarbeiten“. Die Umbenennung solle kommentiert und dokumentiert werden, um den Bürgern den Vorgang zu erläutern.

Hans Meiser werde in der Bevölkerung verehrt, weil er seine Kirche gegen den nationalsozialistischen Gleichschaltungsversuch erfolgreich verteidigt habe. Meiser habe sich aber antisemitisch-rassistisch geäußert, seine Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus sei ambivalent. Seine widersprüchliche Haltung sei zuletzt in einer Fachtagung mit Wissenschaftlern am Samstag, 20. Januar 2007, ausführlich erörtert worden. Dieses Symposium habe im Rathaus zum Umbenennungsbeschluss beigetragen.

Die Stadt Nürnberg trage im Hinblick auf die Reichsparteitage und die 1935 in Nürnberg verkündeten antisemitischen „Nürnberger Gesetze“ eine besondere historische Verantwortung. Die deshalb betriebene Erinnerungskultur zeige sich z.B. im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. (2)

Hans Christian Meiser, ein Enkel des Landesbischofs, klagt vor dem Verwaltungsgericht München exemplarisch gegen die Umbenennung der Meiserstraße in München. Er begründet seine Klage mit der „Verletzung des postmortalen Persönlichkeitsrechts“ seines Großvaters. (3)

Fachtagung

Die sogenannte „Fachtagung“ fand am 20. Januar 2007 in Nürnberg statt. Sie wurde von der Stadt Nürnberg und dem Dekanat der Evangelischen Kirche Nürnberg veranstaltet. Sie dauerte von 10-15 Uhr, unterbrochen von einer Pause von etwa 45 Minuten.

Es sprachen:

  • Begrüßung: OB Dr. Ulrich Maly, Stadtdekan Michael Bammessel
  • Prof. Dr. Carsten Nicolaisen (4), Kirchenhistoriker, München: Zwischen Anpassung und Widerstand
  • Prof. Norbert Frei, Historiker, Universität Jena: Erinnerungskultur heute. Erinnern in der Bundesrepublik
  • Dr. Eckart Dietzfelbinger, Dokumentationszentrum Reichparteitagsgelände: Der Umgang der Stadt Nürnberg mit ihrer NS-Vergangenheit – vom defensiven zum offensiven Erinnern – Thesen
  • Prof. Dr. Rainer Anselm, Lehrstuhl für Ethik an der Theologischen Fakultät in Göttingen: Zur Ethik des politischen Gedenkens
  • Schlusswort: Prof. Dr. Gotthard Jasper, Politologe, Universität Erlangen

Carsten Nicolaisen war der einzige Kirchenhistoriker. Die übrigen Redner trugen zu den historischen Fakten nichts bei, sondern bewegten sich auf einer Metaebene. Nur Gotthard Jasper hatte sich zuvor in seinem Gutachten mit der Historie beschäftigt. (5)

Problematik politischer Straßenbenennungen

Es stellt sich die Frage, welchen Wert politische Straßenbenennungen und -umbenennungen haben. Ein Beispiel ist der Rathenauplatz‎ in Nürnberg, der früher „Äußerer Laufertorplatz“ hieß. 1917 wurde er in „Hindenburgplatz“ umbenannt. 1922 wurde er nach dem ermordeten Reichsminister Walther Rathenau umgetauft. 1933 gab es die Rückumbenennung in „Feldmarschall-Hindenburg-Platz“, und seit 1946 heißt er wieder Rathenauplatz. Auch Altoberbürgermeister Dr. Peter Schönlein beschäftigte sich jüngst mit diesen Umbenennungen. (6)

Es zeigt sich, dass - ähnlich wie bei der Ehrenbürgerwürde - Straßenbenennungen von den jeweiligen politischen Mehrheiten im Stadtrat abhängig und somit auch eine Machtfrage sind. (7)

Hatten alle Stadträte und die Fachleute des Symposiums die einschlägige Abhandlung von Herbert Maas: „Nürnberger Straßennamen. Die Problematik der Straßenbenennung einer modernen Großstadt“ studiert? MVGN

Literatur

  • Herbert Maas: Nürnberger Straßennamen. Die Problematik der Straßenbenennung einer modernen Großstadt. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN), Band 81, 1994, S. 119 – 217 - MVGN
  • Landesbischof Dr. Johannes Friedrich: Pressekonferenz am 23. Mai 2006 in Nürnberg zum Bischof-Meiser-Gedenken: Statement von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich. Pressemitteilung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Nürnberg, den 23. Mai 2006 – ELKB
  • Stadtdekan Michael Bammessel: Statement zur Planung der Meiser-Jahrestage 2006. Pressemitteilung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Nürnberg, den 23. Mai 2006
  • NZ: Hesselberg-Kirchentag. Meiser-Debatte überschattet Christen-Treffen. In: Nürnberger Zeitung Nr. 128 vom 6. Juni 2006, S. 21 - NZ
  • NN/dpa: Bischof Meisers Schatten über dem Kirchentag. Landesbischof Johannes Friedrich verteidigte die Absage des Gedenkgottesdienstes. In: Nürnberger Nachrichten vom 6. Juni 2006 - NN
  • Dieter Potzel, Marktheidenfeld: Die Landesbischöfe Hans Meiser und Johannes Friedrich. Zugleich Leserbrief „Reiche Ernte` im Krieg“. In: Nürnberger Nachrichten vom 30. Juni 2006 - theologe.de
  • Gotthard Jasper: Gutachten zu Landesbischof D. Hans Meiser, Uttenreuth, 10. Juli 2006, 36 S. (zur Frage der Straßenumbenennung in Nürnberg) - PDF-Datei
  • CSU-Stadtratsfraktion Nürnberg: Bischof-Meiser-Straße: Nein zur Umbenennung. Ja zur kritischen Auseinandersetzung. In: Pressedienst. Mitteilungen aus der CSU-Stadtratsfraktion Nürnberg vom 17. Juli 2006 -PDF-Datei
  • Ingo Friedrich: „Keine Umbenennung der Bischof-Meiser-Straße, aber erläuterndes Hinweisschild“. Brüssel, Mittwoch 19. Juli 2006 - ingo-friedrich.com
  • fis [= André Fischer]: Arno Hamburger: Meiser hat die Nazis gefördert. In: Nürnberger Zeitung Nr. 181 vom 7. August 2006, S. 9 - NZ
  • epd: „Dokumentierte Umbenennung“ der Nürnberger Bischof-Meiser-Straße? Meiser-Gutachter Jasper hält Änderung des Straßennamens für möglich - (epd-Interview) epd -Sonntagsblatt - Evangelische Wochenzeitung für Bayern, Landesdienst Bayern vom 27. November 2006 - im Netz
  • vip [= Peter Viebig]: Experten sollen Bischof Meiser aus heutiger Sicht beurteilen. Fachtagung als Entscheidungshilfe? In: Nürnberger Zeitung vom 21. Dezember 2006 - NZ
  • Dekanatsausschuss [des Evang.-Luth. Dekanats Nürnberg] nimmt Stellung zur Bischof-Meiser-Straße, Nürnberg, 23. Januar 2007 - PDF-Datei
  • sz [= Siegfried Zelnhefer]: Stadtrat benennt Bischof-Meiser-Straße um. In: Stadt Nürnberg Nachrichten aus dem Rathaus Nr. 64 vom 24. Januar 2007 - im Netz
  • Utz Ulrich, FDP-Stadtrat: Ablehnung der Straßenrückbenennung, Umbenennung oder Abbenennung. In: Nürnberg Liberal. Hrsg.: FDP Nürnberg, Ausgabe Nr. 4, März 2007, S. 2 - PDF-Datei
  • Landeskirche hält an Meiserstraße fest. In: WELT Online vom 24. Mai 2007 - WELT
  • Kirchenvorstand Christuskirche München: Der Kirchenvorstand wendet sich öffentlich gegen die Umbenennung der Meiserstraße. Niederschrift der Sitzung vom 17. Juni 2007 - PDF-Datei
  • Pfarrer Ulrich Wagner, Carolinenkirche Obermenzing: Offener Brief an den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München und die Stadträtinnen und Stadträte der Landeshauptstadt München betreff der Diskussion über die Umbenennung der Bischof–Meiser–Straße in München. München, den 2. Juli 2007 - PDF-Datei
  • Joachim Käppner und Monika Maier-Albang: Konflikt um Meiserstraße eskaliert. Landesbischof droht Stadt mit Klage. In: Süddeutsche Zeitung vom 13. Juli 2007 - SZ
  • Bernd Mayer: »Entnennung« ist »Entehrung«. Oberfrankens Regionalbischof zur Hans-Meiser-Straße in Bayreuth. In: Evangelisches Sonntagsblatt für Bayern Nr. 39 vom 30. September 2007 - Sonntagsblatt
  • Hans Wilhelm Ernst, Pfr. i.R., Michelau: Schuldenbock. [enthält einen offenen Brief des stellvertretenden Gauleiters Karl Holz an Bischof Meiser, veröffentlicht 1936 in »Der Stürmer«]. In: Korrespondenzblatt. Hrsg.: Pfarrer- und Pfarrerinnenverein in der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern, Nr. 10, Oktober 2007 - PDF-Datei
  • Hans-Peter Hübner: Evangelische Kirche (19./20. Jahrhundert). In: Historisches Lexikon Bayerns, (17.09.2008) - HLB
  • Kirche und Nationalsozialismus. Zwischen Versagen und Widerstand. Beiträge zum Thema Landesbischof Hans Meiser. In: Evangelisches Sonntagsblatt für Bayern von 2001 bis 2008 - Sonntagsblatt
  • Susanne Petersen: »Frage der Gerechtigkeit«. Hans Christian Meiser fordert Rehabilitation seines Großvaters Hans Meiser. In: Evangelisches Sonntagsblatt für Bayern Nr. 9 vom 2. März 2008 - Sonntagsblatt
  • Hans Christian Meiser: Der gekreuzigte Bischof - Kirche, Drittes Reich und Gegenwart. Eine Spurensuche. München: MünchenVerlag, 2008, 178 S., ISBN 978-3-937090-36-8 - im Netz
    • epd: Buch über Landesbischof Meiser. Enkel liefert «neue Fakten«. In: Nürnberger Zeitung Nr. 240 vom 14. Oktober 2008, S. 15 - NZ
  • epd: Meiserstraße. Schild bleibt vorerst hängen. In: Nürnberger Zeitung Nr. 12 vom 16. Januar 2008, S. 27
  • Weiden: Keine Umbenennung der Meiserstraße. In: Nürnberger Zeitung Nr. 109 vom 13. Mai 2009, S. 8 - NZ
  • Die Umbenennung der Bischof-Meiser-Straße in Nürnberg. Eine Dokumentation. Redaktionelle Bearbeitung: Eckerhardt(!) Dietzfelbinger .... Hrsg.: Stadt Nürnberg; Evangelisch-Lutherisches Dekanat Nürnberg. Nürnberg: Stadt Nürnberg, 2009, 102 S. - Inhaltsverzeichnis: PDF-Datei

Siehe auch

Weblinks

  • sz [= Siegfried Zelnhefer]: Stadtrat benennt Bischof-Meiser-Straße um. Pressemitteilung der Stadt Nürnberg, Nachrichten aus dem Rathaus Nr. 64 vom 24. Januar 2007 - im Netz
  • Landesbischof Hans Meiser - Offizielle Webseite - im Netz
  • Hannelore Braun: MEISER, Hans, lutherischer Theologe und Landesbischof. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon Band V (1993), Spalten 1163-1172 - BBKL
  • Augustana-Hochschule: Abbenennung des Meiserhauses / Debatte um Landesbischof Meiser - Augustana-Forum
  • Dieter Potzel, Marktheidenfeld: Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern: Der Antisemit Hans Meiser als erster Landesbischof. Dokumentation. In: Der Theologe Nr. 11, Fassung vom 25. April 2008 - theologe.de
    • Anmerkung: Diese sogenannte „Dokumentation“ Potzels enthält auch seine Kommentare. Gotthard Jasper informiert, Dieter Potzel sei ein früherer Pfarrer der bayerischen Landeskirche und stehe der Bewegung „Universelles Leben“ nahe. Seine Dokumentation sei zwar detailliert, aber häufig einseitig. (Vgl. Gotthard Jasper: Gutachten zu Landesbischof D. Hans Meiser, Uttenreuth, 10. Juli 2006, 36 S.; hier: Fußnote 28 - PDF-Datei)

Einzelnachweise und Anmerkungen

(1) fis [= André Fischer]: Arno Hamburger: Meiser hat die Nazis gefördert. In: Nürnberger Zeitung Nr. 181 vom 7. August 2006, S. 9 - NZ

(2) sz [= Siegfried Zelnhefer]: Stadtrat benennt Bischof-Meiser-Straße um. In: Stadt Nürnberg, Nachrichten aus dem Rathaus Nr. 64 vom 24. Januar 2007 - im Netz

(3) Umbenennung. Neuer Name für die Meiserstraße. In: WELT Online vom 21. Februar 2008 - WELT

(4) Prof. Dr. Carsten Nicolaisen (* 1934), Evangelisch-Theologische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Geschäftsstelle der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte in München.

(5) Die Vorträge sind nirgendwo veröffentlicht. Einen Ablauf der Tagung und eine Einschätzung findet man im Buch des Zeitzeugen Hans Christian Meiser: Der gekreuzigte Bischof, S. 33-37.

(6) Peter Schönlein: Rathenauplatz. Geschichte einer Umbenennung in Nürnberg. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN), Band 94, 2007, S. 197-209

(7) Politischen Streit gab es z.B. bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an den Verleger Joseph E. Drexel und den Unternehmer Karl Diehl. Hermann Glaser, der Wunschkandidat der SPD, wurde abgelehnt.