Daniela Schadt
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Daniela Schadt (* 3. Januar 1960 in Hanau) ist eine deutsche Journalistin und ehemalige Ressortleiterin für die Innenpolitik bei der Nürnberger Zeitung. Als Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck ist sie die First Lady Deutschlands.
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Leben und Werk
Daniela Schadt besuchte in Hanau die Karl-Rehbein-Schule und legte dort auch das Abitur ab. Danach studierte sie in Frankfurt am Main Germanistik, Politik und französische Literatur. Im Jahr 1985 kam sie zur Nürnberger Zeitung. Dort leitete sie viele Jahre das Ressort Innenpolitik. Nebenberuflich engagiert sie sich auch als Vorstandsmitglied beim Presseclub Nürnberg. Mit der Wahl Joachim Gaucks zum Bundespräsidenten im März 2012 gab sie ihre Stellung bei der Nürnberger Zeitung auf.
Beziehung zu Joachim Gauck
Im November 1999 war Joachim Gauck in seiner Funktion als Bundesbeauftragter für die Stasi-Akten zu Gast in Nürnberg, wo er eine Ausstellung über Stasi-Praktiken eröffnete. Daniela Schadt sollte darüber für die NZ berichten und lernte Gauck auf diese Art und Weise kennen. "Eigentlich mag er gar nicht über Geheimdienste reden. Ein merkwürdiges Bekenntnis für einen Mann, der das Erbe eines scheinbar allmächtigen Apparates verwaltet" schrieb sie damals in einem Artikel vom 12. November 1999 [1] und skizzierte ihn folgendermaßen: "Der ehemalige Pfarrer versteht sich denn auch nicht als Bürokrat, sondern als eine Art Therapeut: Gegen alle Tendenzen der Verdrängung redet er an mit der Verve eines überzeugten Aufklärers. Nur wer sich seiner Geschichte stellt, kann sie wieder in Besitz nehmen, wird vom Objekt zum Subjekt." [2]
Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine dauerhafte Beziehung. Nach dem Rücktritt von Bundespräsident Wulff im Februar 2012 und der Nominierung von Gauck als dessen Nachfolger richtete sich das Medieninteresse schlagartig auch auf Daniela Schadt, die bereits bei der Bundespräsidenten-Wahl im Jahr 2010 kurzfristig im Rampenlicht gestanden war. Damals sei sie schon ein klein wenig erleichtert gewesen, als sie nach den turbulenten Wochen „ganz normal“ zur NZ zurückkehrte, berichtete sie in einem Zeitungsartikel im Februar 2012 [3]; jetzt aber freue sie sich über die neue Aufgabe – und auch die Ehre, die Joachim Gauck zuteil werde.
Literatur
- Daniela Schadt fieberte und litt mit Joachim Gauck Nürnberger Zeitung vom 1.7.10
- Daniel Friedrich Sturm: Gaucks Lebensgefährtin, First Lady nach Bettina Wulf - welt.de
- Roman Deininger: Daniela Schadt und Joachim Gauck - Die Kandidatin an Gaucks Seite, Süddeutsche Zeitung vom 20. Februar 2012.
- Sharon Chaffin: Ihr erster Gedanke war 'Allmächd' - Deutschlands neue First Lady kommt aus Nürnberg NZ vom 21.2.2012
- Daniela Schadt: „Ein bisschen unwirklich“ Nürnberger Nachrichten vom 21.2.12
- Themenarchiv zu "Daniela Schadt" bei nordbayern.de
Siehe auch
- Daniela Schadt - die Frau an Gaucks Seite - Bildergalerie bei nordbayern.de
Weblinks
- Bilder zu Daniela Schadt bei Google
- Bildergalerie: Daniela Schadt - die neue First Lady brigitte.de
Einzelnachweise und Anmerkungen
- ↑ Daniela Schadt: Unterdrücker, die Angst vor den Unterdrückten hatten - NZ vom 12.11.1999
- ↑ ebenda
- ↑ Artikel in der NZ vom 21.2.2012
