Energie und Umwelt

Aus Franken-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Energie- und Umwelttechnik wird immer wichtiger – nicht zuletzt auf Grund der stetig steigenden Energiepreise und des zunehmenden Bewusstseins für den Klimaschutz. Nicht zuletzt deshalb wurde es zu einer der Kompetenzinitiativen der Metropolregion Nürnberg erklärt. Der Markt, so ist anzunehmen, wird in den nächsten Jahrzehnten weiter wachsen Mit rund 50.000 Beschäftigten in mehreren hundert Unternehmen ist die Energietechnik einer der bedeutendsten Industriezweige in Mittelfranken. Gut zehn Milliarden Euro setzt die Branche hier mittlerweile um – Tendenz steigend. Damit nimmt die Energietechnik rund ein Drittel des Gesamtumsatzes des produzierenden Gewerbes in der Region ein.

Innovative Energietechnik bietet neben Effizienz und Versorgungssicherheit auch die Basis für Lösungen im Umweltschutz. Hier stellen mehr als 700 Unternehmen und Institutionen rund 18.000 Arbeitsplätze in Mittelfranken. Die Region bietet Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz in der gesamten Wertschöpfungskette angefangen von Erzeugung über Verteilung bis hin zu Anwendungen in Produkten, Verfahren, Anlagen und Gebäuden. Hier haben außerdem weltweit führende Unternehmen der Energietechnik ihren Sitz. Sie sehen sich dabei gut positioniert für den hohen Investitionsbedarf in den Schwellenländern und die enormen Ersatzinvestitionen in Mitteleuropa. Dadurch könnten auch zahlreiche regionale Lieferanten profitieren.

Die N-ERGIE als ein deutschlandweit führender Regionalversorger im Mehreitsbesitz der Stadt Nürnberg bietet eine gute Voraussetzung für Anwendungsprojekte in den Bereichen Energieerzeugung, -übertragung und -nutzung.

Die Region Nürnberg verfügt auch im Bereich Energieeffizienz insgesamt über hohe wirtschaftliche Potenziale: Ein wichtiger Produktschwerpunkt ist der Turbinen- und Kraftwerksbau. Schlüsselakteure sind der Bereich „Power Generation“ (PG) der Siemens AG sowie die Framatome ANP GmbH. Im Segment „Elektrizitätsverteilungs- und Schalteinrichtungen“ ist die Region führend. Eine Leitfunktion kommt hier dem in der Region ansässigen Bereich „Power Transmission and Distribution“ (PTD) der Siemens AG sowie weiteren namhaften Firmen der Region zu.

In der Leistungselektronik besitzt die Region ein europaweites Alleinstellungsmerkmal durch die hohe Kompetenz in der gesamten Wertschöpfungskette mit Semikron als einem der Weltmarktführer. In den Bereichen „energieeffiziente Gebäudetechnik“ und „Facility Management“ verfügt die Region über bundesweit beachtete wirtschaftliche Potenziale.

Auch der Einsatz erneuerbarer Energieträger wird in Mittelfranken vorangetrieben. So gibt es beispielsweise das „Solarenergie Informations- und Demonstrationszentrum“ (solid), dass beratend tätig ist. Außerdem gibt es vor allem im Westen Mittelfrankens eine hohe Kompetenz im Sektor Biomasse und Wasserkraft. Auch an zahlreiche Technologien zur Luftreinhaltung, insbesondere im Fahrzeug- und Kraftwerksbereich, werden hier entwickelt.

Die Region nimmt einen Spitzenplatz bei der langjährigen Verteilung globaler Solarstrahlung in Deutschland ein (durchschnittlich ca. 1.100 kWh/m2) und ist deshalb zum Betrieb von Solaranlagen prädestiniert. Zudem strebt die Städteachse Erlangen-Fürth-Nürnberg-Schwabach eine bundesweite Spitzenposition in der Solaranwendung an.

Der Bedeutung von kohlendioxidfreien Energieträgern wird weiter zunehmen. Bei den erneuerbaren Energieträgern (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Geothermie) bestehen die Herausforderungen in deutlichen Kostensenkungen und in der Erhöhung der Verfügbarkeit (zum Beispiel durch intelligente Managementsysteme oder neue Speichertechnologien). Ein enormes langfristiges Potenzial bietet die Wasserstofftechnologie, insbesondere in Kombination mit der Brennstoffzelle.

Eine große Rolle spielen auch umweltorientierte Finanzdienstleistungen, wie sie beispielsweise die Nürnberger Umweltbank anbietet. Technologien für den Wassermarkt gehören zu den wichtigsten Wachstumsmärkten weltweit. Daneben gibt es zahlreiche weitere technologieorientierte und netzwerkfördernde Einrichtungen, beispielsweise das EBA – das Entwicklungs-, Beratungs- und Anwendungszentrum für die verstärkte Nutzung von Biomasse im ländlichen Raum in Triesdorf. Oder die Energieberatungsagentur (ENA) der Landkreise Nürnberger Land und Roth.

Das Kompetenzfeld „Energie und Umwelt“ wird außerdem durch wissenschaftliche Einrichtun-gen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des Fraunhofer-Instituts IISB sowie durch die Fachhochschulen in Ansbach, Nürnberg und Triesdorf unterstützt.

Weblinks