Ernhofen
Aus Franken-Wiki
| Ernhofen | |
|---|---|
| Gemeinde | Leinburg |
| Landkreis | Nürnberger Land |
| Regierungsbezirk | Mittelfranken |
| Bundesland | Bayern |
| Kfz-Kennzeichen | LAU |
| Höhe | 460 m ü. NN |
| Fläche | ca. 14 ha |
| Einwohner | ca. 75 |
| Anschrift | 91227 Leinburg |
| Telefon | 09187 (Altdorf) |
| Webseite | http://www.leinburg.de |
Ernhofen ist ein Ortsteil der Gemeinde Leinburg im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land.
Inhaltsverzeichnis |
Geografische Lage
Geografisch liegt der Ort etwa 25 km östlich von Nürnberg am Albvorland der mittleren Frankenalb.
Geologie
In der Erdgeschichte befindet sich die Frankenalb im Jura (vor 200 bis 145 Mio. Jahren). Ernhofen selbst liegt in der mittleren Jurastufe, also im braunen Jura (Dogger).
Sehr schön zu sehen sind die eisenreiche Doggersandsteine (Dogger-Beta) auf Höhe der kleinen Aushöhlungen (Ritterhöhle, Fuchsloch, entstanden durch Abbau von Stubenstand bzw. Silbersand bis 1920), wenn man der Waldstraße hoch zur Flur "Geisleiten" folgt.
Im Ort treten bei Erdarbeiten immer wieder dicke graue Schichten des Opalinuston (Dogger-Alpha) zu Tage.
Etwa ab Ortshöhe, hinunter zu den ehemaligen Sandgruben, ist der Jura überlagert mit dem Flugsanden der letzten Eiszeit (vor 10.000-20.000 Jahren). Die ehemalige Dünenlandschaft ist immer noch im hügeligen Föhrenwald zu erkennen. Siehe auch http://www.sandachse.de/Materialien/SandGestoeber-Bildungsmappe.pdf, Kap. 2.1
Geschichte
Ernhofen wurde erstmals 1360 urkundlich erwähnt: Der Graf von Nassau verkauft an den Burggrafen Albrecht zu Nürnberg neben den Dörfern Weißenbrunn (Weissenpronne), Palgern, Raschbach (Raspach), Adelheim (Ottelheim) und Pühlheim (Pühelheim) auch Ernhofen (Erenhouen).
Auszug aus dem Saalbuch 1504-1509:
Im Saalbuch erwähnt sind Ernhofer Bauern.
| Jahr | Name |
|---|---|
| 1504 | Guntz Hirssmann, HsNr. 1 |
| Hans Hirssmann, HsNr. 2 + 7 | |
| Cuntz Behaim, HsNr. 3 | |
| Merckel Behaim, HsNr. 4 | |
| Fritz Krantz, HsNr. 6 | |
| 1725 | Paulus Link, HsNr. 3 |
| Conrad Rupprecht, HsNr. 4 |
Im Jahre 1818 hatte Ernhofen 7 Häuser mit 12 Familien.
Im 19. Jahrhundert wurde neuer Wald im Breitenlohe angepflanzt.
Bis 1978 waren Ernhofen mit Winn Ortsteile der Gemeinde Weißenbrunn. Ab diesem Zeitpunkt gehört der Ort zur Gemeinde Leinburg.
Geschichte der Wüstungen um Ernhofen
Palgern
Von diesem Ort sind folgende Einwohner - und Gegebenheiten - überliefert:
Haintz Unverzeit, Hans Eckstein, Hans Kandler, Ull Kandler und Heberlein geben von Balgern 1 Faßnachtshenne der Herrschaft. Zu Balgern gehört schönes Fichtenholz und die Wildbahn.
Balgern war ein Dorf mit 6 Lehen NNO oberhalb von Weißenbrunn. Es wurde nach dem oben erwähnten Verkauf zerstört. Nach Auflösung der genannten Höfe wurden die Liegenschaften an die Bauern von Weißenbrunn und Ernhofen verteilt.
Öder Stadel
Ebenso erging es zu gleicher Zeit einer weiteren Ansiedlung „Öder Stadel“ mit 2 Höfen. Dieser lag oberhalb von Ernhofen in der Flur „Breitenlohe“ (Volksmund: „Brennlau“).
Siehe auch
Weblinks
- Freiwillige Feuerwehr Weißenbrunn e.V.: Chronik Ernhofen, Streiflichter aus der Geschichte Weißenbrunns
- FSV Weißenbrunn e.V.: Geschichten aus Weißenbrunn
- Wikipedia: Leinburg
- Wikipedia: Beschreibung der Gesteinsschichten des Jura
