Fritz Sörgel

Aus Franken-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Fritz Sörgel ist Leiter des Instituts für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung (IBMP) in Heroldsberg bei Nürnberg. Er ist Dopingexperte.

Fritz Sörgel
© Hagen Gerullis/NZ

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Studium und Promotion

Fritz Sörgel studierte Pharmazie in Frankfurt am Main und Medizin in Erlangen. Unter Leitung von Professor Ernst Mutschler arbeitete er am Pharmakologischen Institut für Naturwissenschaftler der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main an einer Doktorarbeit. 1978 wurde er mit der Dissertation „Experimentelle Untersuchungen zur biochemischen und pharmakologischen Charakterisierung von Diuretika bei Mensch und Tier“ zum Dr. phil. nat. promoviert.

Berufliche Laufbahn

Nach dreijähriger Tätigkeit bei der Hoechst AG arbeitete Sörgel an der School of Pharmacy im Medical Center der University of California in San Francisco, ehe er 1980 bis 1981 in der toxikologischen Abteilung am Institut für Rechtsmedizin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg tätig war. Von 1981 bis 1984 leitete er die Abteilung für klinische Pharmakologie am Carl-Korth-Institut für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Erlangen, ehe er als Wissenschaftlicher Assistent an die Abteilung für Kinderheilkunde der Universität Essen wechselte. 1987 habilitiert, folgte 1994 die Ernennung zum apl. Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität/Gesamthochschule Essen.

Seit 1987 ist Professor Sörgel Leiter des Instituts für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung (IBMP) in Heroldsberg bei Nürnberg, seit 1995 Lehrbeauftragter an der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät (Fachgruppe Pharmazie) der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, seit 1999 Lehrbeauftragter an der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg. In der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie leitet er seit 1992 die Arbeitsgruppe „Pharmakokinetik“, dazu seit 1999 die Arbeitsgruppe „Multimediale Techniken“. Seit dem Jahr 2002 amtiert Sörgel zudem als Herausgeber der internationalen Fachzeitschrift „Chemotherapy“.

Anti-Doping-Kommission

Professor Fritz Sörgel gehörte neben dem früheren Schwimmstar Michael Groß und dem Schweizer Stephan Netzle, Richter am Internationalen Sportgerichtshof (CAS), der im Juni 2007 berufenen Anti-Doping-Kommission des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) an, die im September spektakulär ihre Arbeit beendete, bevor sie diese überhaupt aufgenommen hatte. Begründung Sörgels war, dass die Kommission von BDR-Präsident Rudolf Scharping keinen klaren Auftrag erteilt bekommen und der BDR-Chef auch nach Erhalt eines Brandbriefs von Netzle nicht das Gespräch mit dem Gremium gesucht habe.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Fritz Sörgel veröffentlichte etwa 120 Originalpublikationen, 70 Supplementbeiträge, 50 Buchbeiträge und 700 Kongressabstracts und hielt etwa 300 Vorträge.

  • Experimentelle Untersuchungen zur biochemischen und pharmakologischen Charakterisierung von Salidiuretika bei Mensch und Tier. Universität Frankfurt am Main, Fachbereich 15 - Biochemie u. Pharmazie. Dissertation, 1978, V, 95, 199 S.
  • Doping-Experte Prof. Fritz Sörgel nimmt Stellung. Gastbeitrag: Claudia Pechstein und die Professoren. In: Nürnberger Zeitung Nr. 157 vom 11. Juli 2009, S. 27 - NZ

Literatur

  • Prof. Dr. phil. nat. Fritz Sörgel. Neue Vorstandsmitglieder im Präsidium. In: Chemotherapie-Journal, 9. Jahrgang, Heft 1/2000, S. 1-2 - PDF-Datei
  • Philipp Roser: NZ-Interview mit dem Experten Prof. Sörgel. „Mehr Dopingtests im Fußball nötig“. In: Nürnberger Zeitung Nr. 197 vom 27. August 2009, S. 26 - NZ
  • Philipp Roser: Drei Fragen an Fritz Sörgel. Dopingexperte Sörgel: Pechstein übt Druck aus. In: Nürnberger Zeitung Nr. 245 vom 23. Oktober 2009, S. 25 - NZ
  • Frank Thomas, dpa: Claudia Pechstein sieht sich durch Gutachten entlastet. Nur eine Blut-Anomalie, kein Doping? In: Nürnberger Zeitung Nr. 62 vom 16. März 2010, S. 3 - NZ
  • Philipp Roser: Anti-Dopingexperte Fritz Sörgel: »Ich muss Pechstein auf keinen Fall Abbitte leisten». In: Nürnberger Zeitung Nr. 62 vom 16. März 2010, S. 3 - NZ

Siehe auch

Weblinks