Heroldsbach und die marianischen Erscheinungen

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Marianische Erscheinungen wurden von Schulkindern in Heroldsbach zwischen dem 9. Oktober 1949 und dem 31. Oktober 1952 gesehen. Die Erscheinungen zogen bis zu 60.000 Menschen an. Diese Erscheinungen wurden kirchlicherseits nie anerkannt.

Geschichte

Am 9. Oktober 1949 sahen die Schülerinnen Kunigunda Schleicher (10 Jahre), Grete Gügel (11 Jahre), Erika Müller (11 Jahre) und Maria Heilmann (11 Jahre) beim Sammeln von Blattlaub für den Schulunterricht über den Birkenwäldchen die Buchstaben "IHS", diese Schrift verschwindet und es erscheint eine weibliche Person, die aussieht aus wie eine Ordenschwester (Nonne).

Weitere Seherkinder, die später hinzukamen, waren: Irma Mehl (11 Jahre), Antonie Saam (11 Jahre) und Andreas Büttner.

Am 13. Oktober 1949 informiert der Ortsgeistliche Gailer die vorgesetzte Behörde in Bamberg von den Ereignissen. Am 16. Oktober 1949 inspiziert ein Abgeordneter der Erzbischöflichen Behörde die Situation in Heroldsbach. Am 17.Oktober 1949 erscheint eine Prüfungskommission und entscheidet nach Anhörung der Kinder noch an Ort und Stelle, dass diese Erscheinungen „strikt abzulehnen seien“.

Diese amtskirchliche Entscheidung wurde dann 14 Tage später allen Gläubigen verkündet und wurde mitgeteilt, dass der Erscheinungshügel nicht aufgesucht werden darf (!).

Trotz der Entscheidungen wurden die Kinder beauftragt, die weibliche Erscheinung zu fragen ob sie die "Assumpta" sei, die darauf hin erfolgte Antwort der Erscheinung „Nein, ich bin es nicht, ich bin die Gottesmutter, die Himmelsmutter“. Diese Antwort war ein weiterer Beweis für die Unechtheit der Erscheinung. Ein weiterer Professor stellte die gleiche Frage auf deutsch und die Erscheinung beantwortete diese mit „Ja, aber ich bin eine kleine Magd geblieben.“

Bis zu 60.000 Menschen waren täglich am Hügel, die Bundesbahn setzte Sonderzüge ein.

Am 8. Dezember 1949 ereignet sich ein Sonnenwunder, dieses glich im Detail dem des Sonnenwunders von Fatima.

Trotz all der kirchlichen Verbote reagierte das Volk anders, das Bistum reagierte mit aller Schärfe. Allen Geistlichen wurde verboten, an religiösen Veranstaltungen auf dem Hügel teilzunehmen, dem Ortspfarrer Gailer wurde verboten, den Hügel zu betreten, späterhin wurde er versetzt und kehrte erst als Verstorbener zurück. Sämtliche Seher-Kinder wurden exkommuniziert.

Geistlicher Rat M. Heer, der positiv für die Erscheinungen eintrat, erhielt lebenslängliches Zelebrationsverbot und der bekannte Dogmatiker Prof. Walz, der ebenfalls für die Erscheinungen eintrat, wurde die Lehrerlaubnis entzogen.

Neuzeit

Die Immobilie "Der Hügel", auf dem sich umfangreiche Einrichtungen befinden und der sich in Privatbesitz befindet, wurde gegen Ende 20. Jahrhunderts vom Eigentümer dem Erzbistum Bamberg als Eigentumsnachfolger unter Belassung der gesamten Einrichtungen angeboten. Dieses Geschenk nahm die Erzdiözese unter Erzbischof Karl Braun mitsamt der Bedingung, die Einrichtungen so zu belassen wie sie sind, an. Zum 1. Mai 1998 wurde die Erscheinungsstätte zwar nicht als Erscheinungsort anerkannt, jedoch wurde der Erscheinungsort als marianische Gebetsstätte eingerichtet.

Weblinks