Hugenottenplatz

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Hugenottenplatz
Erlangen

Der Hugenottenplatz, ehemals auch Place avant de la temple (=Platz vor der evangelischen Kirche), ist der zentrale Platz in der Innenstadt von Erlangen. Der rechteckige Platz wird von der Hauptstraße in einen westlichen und einen östlichen Teil getrennt. Der Platz, dessen Anlage auf die umfangreichen Bauvorhaben der französischen Emigranten in Erlangen zurück geht, wurde im Gedenken an die für Mittelfranken bedeutende Migrationsbewegung der Hugenotten nach ihnen benannt.

Auf der westlich gelegenen Seite befindet sich ein Teil der Bushaltestellen der EStW und gegenüber gelegen befinden sich Imbissbuden. Umrahmt wird der Platz von der Hugenottenkirche auf der einen, und dem Gebäude der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen.

Geschichte

Der rechteckige, streng symmetrische Grundriss des Hugenottenplatzes entspricht der barocken Grundschema des Erlanger Stadtgrundrisses, dessen planerische Grundlagen bis ins Jahr 1686 zurück verfolgt werden können. Von 1875 bis in den September 1933 stand an zentraler Stelle in Erlangen auf dem Hugenottenplatz eine Statue zum Gedenken an den jüdischen Ehrenbürger Jakob Herz, die auf Geheiß des nationalsozialistischen Stadtrats abgebrochen wurde. Erst in den 1980er-Jahren wurde die Erinnerung an Herz wieder vor dem Gebäude des Anatomischen Instituts wiederbelebt.

Gleichnamige Straßen

Einen Hugenottenplatz gibt es noch in Wilhelmsdorf, eine Hugenottenstraße in Ansbach und Bayreuth.

Literatur

Christoph Friederich (Hrsg.): 300 Jahre Hugenottenstadt Erlangen. Vom Nutzen der Toleranz. Ausstellung im Stadtmuseum Erlangen, 1. Juni bis 23. November 1986. Nürnberg 1986. Tümmels Verlag.

Hans Wolfram Lübekke, Michael Petzet, Otto Braasch: Mittelfranken. Denkmäler in Bayern. Bd. 5 Mittelfranken. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler. München 1986. Oldenbourg-Verlag.

Martin Schieber: Erlangen. Eine illustrierte Geschichte der Stadt. München 2002. C.H. Beck Verlag.