Johannisfriedhof Nürnberg

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Der Johannisfriedhof ist ein Friedhof in Nürnberg, der aufgrund seiner Rosenvielfalt auch Rosenfriedhof genannt wird. Als bekanntes Touristenziel im Rahmen eines Besuchs von Nürnberg ist er ebenfalls oft eine Station innerhalb der "Historischen Meile" der Stadt.

Johannisfriedhof Nürnberg

Inhaltsverzeichnis

Lage

Der Friedhof liegt in dem 1825 eingemeindeten Ort St. Johannis westlich von Nürnberg. Die Straße von Nürnberg nach Johannis wird durch die von Adam Kraft geschaffenen sieben Kreuzwegstationen, begleitet. Die heute dort vorhandenen Stationen sind allerdings Kopien dieser Werke. Die Originale befinden sich im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg und die dazugehörende Kreuzigungsgruppe im Heilig-Geist-Spital.


Geschichte

Der ehemalige Friedhof der alten Siedlung Johannis wurde circa im 10./11. Jahrhundert angelegt. Ursprünglich war er ein Siechkobel (Aussätzigenhaus) für Leprakranke. Um 1395 wurde dort der Pestfriedhof mit der Stephanuskapelle (spätere Holzschuherkapelle) geweiht.

Im Mittelalter wurden die Verstorbenen in den Friedhöfen begraben, die die beiden Pfarrkirchen St. Sebald und St. Lorenz umgaben. Während der großen Pestepidemien des ausgehenden Mittelalters untersagte der Rat im Jahre 1518 aber jegliches Begräbnis auf diesen alten Friedhöfen, weil sie noch innerhalb der Stadtmauern lagen. Für die Pfarrei St. Lorenz wurde nahe dem Spittlertor der Rochusfriedhof neu angelegt. Die Sebalder Bürger wurden auf dem Johannisfriedhof bestattet, der schon seit dem 13. Jahrhundert bestand. Dort gab es den Leprösenfriedhof hinter der Kirche und seit 1518 auch den Pestfriedhof.

Im Herzen des Friedhofs steht die aus dem 13. Jahrhundert stammende St.-Johannis-Kirche.

Besonderes

Eine Beisetzung auf dem Johannisfriedhof ist nur möglich, wenn der Verstorbene oder der Grabberechtigte einer christlichen Kirche angehört hat.

Gräber bekannter Personen

Literatur

  • Herbert Liedel; Helmut Dollhopf: Der Johannisfriedhof zu Nürnberg. Würzburg, Stürtz, 1984, 60 S. ISBN 3-8003-0234-9
  • Otto Glossner: Der St.-Johannisfriedhof zu Nürnberg (Große Baudenkmäler, Heft 216). Bearbeitet von Illa Maron-Hahn. 4. Auflage. München, Deutscher. Kunstverlag, 1991, 55 S.
  • Stadtlexikon Nürnberg, Johannisfriedhof, Seite 499ff

Karte

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Siehe auch

Weblinks