Juden in Oberstreu
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Juden in Oberstreu waren wohl seit dem Mittelalter in Oberstreu vertreten. Der Bau der Synagoge wird in das 18. Jahrhundert geschätzt. 1832 werden 80 Juden gezählt; im Jahr 1848 nur noch 62 Juden in 16 Haushalten und zu dieser Gemeinde zählte ab 1871 auch die jüdischen Einwohner von Mittelstreu. Die Gemeinde löste sich um 1912 auf und veräusserte ihre Liegenschaften. Der Kultus-Gemeinde gehörte die Synagoge, eine Mikwe, eine eigener Brunnen und eine Schule. Die Synagoge wurde nach 1930 abgebrochen, jedoch Mauerwerk von dieser wie auch von der Mikwe haben sich erhalten. An der nun zur Scheune umgebauten Synagoge, Dorfgrabenweg 9, befindet sich eine daran erinnernde Gedenktafel.
Die Juden selber wohnten in einen eigenen Ortsteil nahe dem ehemaligen Schloß mit 5 Häusern und der Judenschule. Das Areal ist heute - trotz Umbauten - noch gut erkennbar.
Literatur
- Steinerne Zeugen jüdischen Lebens in Bayern; Seite 101
Querverweise
Netzverweise
- Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern - online

