Meistersingerhalle

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Im großen Saal dominiert die Steinmeyer-Orgel mit ihren monumentalen Ausmaßen und ihren 6646 Pfeifen.


Die Meistersingerhalle ist eine Mehrzweckhalle der Stadt Nürnberg für Konzerte, Tagungen und Festveranstaltungen.

Inhaltsverzeichnis

Zum Namen

Ihren Namen erhielt die Halle nach den Nürnberger Meistersingern des Mittelalters, wie Fritz Kettner, den Bäckermeistern Konrad und Michel Nachtigall, dem Nagler Fritz Zorn, dem Spengler Kunz Vogelsang, dem Heftelmacher Hermann Örtel, Ulrich Eislinger, Sixtus Beckmesser, dem Wundarzt und Barbier Hans Folz, dem Leinenweber Lienhard Nunnenbeck, dem Schuhmacher, Singer und „Mercker“[1] Philipp Hager, Ambrosius Metzger, dem Büchsenmacher und Dichter Hans Rosenplüt, dem Schuhmacher Hans Sachs, Johann Christoph Wagenseil u.a., die Richard Wagner als historischen Hintergrund für seine Oper Die Meistersinger von Nürnberg verwendete.

Geografische Lage

Die Meistersingerhalle liegt im südöstlichen Vorstadtgebiet im Stadtteil Dutzendteich in der Parklandschaft des Luitpoldhains, Münchener Straße 21.

Zur Geschichte

Nach der Zerstörung der großen Nürnberger Saalbauten im Zweiten Weltkrieg wurde nach einem Wettbewerb 1958 Harald Loebermann mit dem Bau und Wunibald Puchner mit der Innenausstattung der Halle beauftragt. 1963 wurde die Meistersingerhalle als erste große und moderne Halle für Konzerte und repräsentative Veranstaltungen eröffnet.

Mit diesem Bauwerk unterstrich die Stadt Nürnberg ihre Stellung als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum im Kultur- und Gemeinschaftsleben des nordbayerischen Ballungsraumes mit über einer Million Einwohnern, heute auch Metropolregion Nürnberg genannt.

Veranstaltungssäle

Der Große Saal hat 23.000 m³ und bietet über 2.000 Besuchern Platz. Der Kleine Saal mit 3.000 m³ fasst 500 Plätze. Daneben gibt es noch sechs kleinere Konferenzräume.

Nutzung als Mehrzweckhalle

Die Meistersingerhalle ist ein Mehrzweckzentrum, in dem unterschiedlichste Veranstaltungen stattfinden: Konzerte, Vorträge, Tagungen, Kongresse, Feiern, Bälle, Märkte, Börsen, Messen, Ausstellungen und sonstige Veranstaltungen.

Vornehmlich dient die Meistersingerhalle als Spielort für Konzerte der Nürnberger Philharmoniker und Nürnberger Symphoniker. Seit der Eröffnung im Jahr 1963 findet die Kammerkonzertreihe des Privatmusikverein Nürnberg e.V. in den Räumen der Meistersingerhalle statt.

Literatur

  • Meistersingerhalle Nürnberg. In: Baumeister 61 (1964), S. 235-250
  • Meistersingerhalle Nürnberg. Hrsg.: Stadt Nürnberg, Kulturverwaltungsamt, Meistersingerhalle. Nürnberg: Meistersingerhalle, etwa 1975, 28 S.
  • Jutta Triebswetter: Keine Angst vor heil’gen Hallen. Die Meistersingerhalle wird 20 Jahre alt. In: Nürnberg Heute, Zeitschrift für Bürger und Freunde der Stadt, Hrsg.: Stadt Nürnberg, Heft 34, Juli 1983, S. 48-52
  • Clemens Wachter: Meistersingerhalle. In: Michael Diefenbacher; Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. Nürnberg: W. Tümmels Verlag, 1999, ISBN 3-921590-69-8 - im Netz
  • Horst Brunner: Meistergesang (Essay). In: Michael Diefenbacher; Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. Nürnberg: W. Tümmels Verlag, 1999, S. 684 f. - im Netz
  • Annamaria Böckel: 42 Jahre und kein bisschen leise. An der Meistersingerhalle ist die Zeit spurlos vorbeigegangen. In: Sechsundsechzig, Magazin für selbstbewusste ältere Menschen, Sonderausgabe 2005
  • Hans-Peter Klatt: Merkels und Westerwelles bester Feind. Urban Priol in der Nürnberger Meistersingerhalle. In: Nürnberger Zeitung Nr. 285 vom 9. Dezember 2009, S. 8 - NZ
  • Thomas Heinold: Max Raabe und das Palastorchester traten in Nürnberg auf. Max Raabe: Zwischenmenschliches in der Zeitschleife. In: Nürnberger Zeitung Nr. 30 vom 6. Februar 2010, S. 8 - NZ

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Ein „Merker“ ist im Meistergesang ein für die Beachtung der Kunstgesetze zuständiger Meistersinger. Man könnte den „Merker“ vergleichen mit den Preisrichtern, die es anfänglich beim Nürnberger Bardentreffen gab.

Karte

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