Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg

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Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg
Vereinstyp Naturwissenschaftlicher Verein
Sitz Nürnberg
Gründungsjahr 1801
Vorstand Gabriele Prasser, Gisela Stellmacher, Gertraud Wild, Prof. Dr. Hartmut Beck
Adresse Marientorgraben 8
90402 Nürnberg
Website http://www.nhg-nuernberg.de


Die Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg e.V. ist ein eingetragener Verein, der sich mit der Verbreitung von naturwissenschaftlichem Wissen, Naturschutz und Denkmalpflege in der Region Nürnberg befasst.

Dazu arbeiten in 11 Abteilungen Laien mit Fachleuten wissenschaftlich zusammen.

Inhaltsverzeichnis


Angebote

NHGNorishalle.JPG

Angeboten werden Vorträge, Seminare, Exkursionen und Pilzberatungen, sowie Dauer- und Sonderausstellungen in einem eigenen Museum. Einmal im Jahr erscheint eine Jahresmitteilung mit Artikeln zu verschiedenen Fachthemen. Weitere Veröffentlichungen werden in unregelmäßigen Zeitabständen herausgegeben.

Die Gesellschaft unterhält u.a.

sowie archäologische Projekte im In- und Ausland.

Abteilungen

  • Archäologie des Auslandes
  • Botanik
  • Entomologie (Insektenkunde)
  • Freilandaquarium und -terrarium
  • Geologie
  • Karst- und Höhlenkunde
  • Länderkunde
  • Mammalogie (Säugetierkunde)
  • Pilz- und Kräuterkunde
  • Vorgeschichte
  • Völkerkunde

Geschichte

Im Oktober 1801 gründeten der Lehrer Dr. Johann Wolf, der Kupferstecher Jakob Sturm und der Arzt Dr. Johann Karl Osterhausen die Naturhistorische Gesellschaft (NHG), um „sich über naturwissenschaftliche Themen auszutauschen“. Bei den regelmäßigen Treffen wurden Pflanzen, Tiere und Minerale mitgebracht, bestimmt und einer gemeinsamen Sammlung einverleibt. Zwischen 1836 und 1846 stellte die NHG ihre Tätigkeit zeitweise ein, ohne sich aber offiziell aufzulösen. Mit dem Neuanfang 1846 wurde das Ziel gesetzt: „…das Studium der Naturgeschichte zu fördern und den Sinn dafür in weiteren Kreisen zu verbreiten.“ In diesem Sinne wurde 1852 der erste Band der „Abhandlungen“ veröffentlicht. Auch kamen zu den internen Treffen Vorträge, die von auswärtigen Rednern gehalten wurden. In einer Revision der Statuten von 1882 wurde die Möglichkeit zur Gründung von Sektionen (Abteilungen) geschaffen. Die erste war 1882 die „Sektion für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte“, der ein Jahr später die Botanik folgte. 1881 wurde die Einrichtung eines „Naturhistorischen Museums“ mit Bibliothek und Versammlungsraum beschlossen. Am 14. Dezember 1884 erfolgte die feierliche Übergabe des Hauses „Zur Blume“ in der Schildgasse und die Eröffnung des ersten Museums mit zwei Räumen. Grabungen im Nürnberger Umland, beginnend 1883 mit der Öffnung eines Grabhügels bei Altdorf, erweiterten die Sammlungen, ebenso wie Geschenke und Ankäufe. Am 12. März 1911 erfolgte der Umzug in das „Luitpoldhaus“, das mehr Platz bot. Außer dem Unterhalt eines Museums bestand die Tätigkeit der NHG in volkstümlicher Bildungsarbeit, Einsatz im Naturschutz, Erforschung der heimischen Flora, Ausgrabungen, Beiträgen zur Geologie Nürnbergs, Pilzberatung und vielem mehr. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges schränkte zwar die Aktivitäten stark ein, Gesellschaft und Sammlungen überdauerten ihn jedoch weitgehend unbeschadet. 1924 erreichte die NHG mit 1528 Mitgliedern einen vorläufigen Höhepunkt. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten bedeutete eine kritische Situation für die tendenziell liberale NHG; die Tätigkeiten liefen aber eingeschränkt weiter, politisch sensible Gebiete wurden in den Hintergrund geschoben. Mit Kriegsbeginn wurden Teile der Räumlichkeiten anderweitig belegt, und die Sammlungen mussten geschlossen werden. Die übrigen Veranstaltungen der NHG wurden bis 1942 weitergeführt. Durch den Luftangriff am 2. Januar 1945 wurde das Luitpoldhaus schwer beschädigt, aber schon im September 1945 begann das Vereinsleben erneut. Ab 1948 fanden größere Vorträge statt, 1950 erschien erneut eine „Abhandlung“, und im November 1954 war auch das Luitpoldhaus wieder bezugsfertig. Das Vortragswesen der Gesellschaft nahm einen anhaltenden Aufschwung. Die Einrichtung des Museums dauerte jedoch bis 1960, da alle Arbeiten ehrenamtlich geleistet werden mussten. Ab 1961 wurde der Jahresbericht um wissenschaftliche Berichte zu verschiedenen Arbeiten der NHG erweitert. Um den gestiegenen Ansprüchen gerecht zu werden, begann man 1968 mit dem erneuten Umbau des Museums. Dazu kamen zahlreiche Ausstellungen und 1973 die erste Grabungsexpedition ins Ausland (nach Petra/Jordanien). 1983 wurde die lange Tätigkeit der Gesellschaft, insbesondere durch die Abteilung für Vorgeschichte, durch die Verleihung der Denkmalschutzmedaille gewürdigt. 2000 erfolgte der Umzug in die Norishalle und damit eine Vergrößerung der Ausstellungsfläche der Arbeitsräume.

Weblinks