Pilze in Franken
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Aufgrund seiner ausgedehnten Waldgebiete ist auch in Franken das Sammeln von Speisepilzen eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Auf dieser Seite finden sich ein Überblick über beliebte Speisepilz-Arten und Links zu Seiten mit weiterführenden Informationen.
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Wichtiger Hinweis
Pilze sollten nur dann gesammelt werden, wenn die einzelnen Exemplare mit 100prozentiger Gewissheit bekannt sind. Verwechslungen können zu schweren Vergiftungen bis hin zum zum Tod führen. Auch auf Pilzbücher ist hier nicht immer Verlass, denn einige Pilze (wie etwa der Grünling), die früher als Speisepilze eingestuft wurden, gelten mittlerweile als ungenießbar bzw. giftig. Pilze sollten auch nicht gesammelt werden, wenn sie unter Naturschutz stehen. Unbekannte Pilze sollte man nicht wahllos mitnehmen, sondern höchstens ein oder zwei Exemplare, die man bei einer Pilzberatungsstelle (siehe unten) zeigen kann.
Tipps für das Sammeln
- Geeignete Wälder
Mischwälder sind oft ertragreicher als Nadelwald-Monokulturen. Falls der Boden dicht mit Brennesseln und Brombeeren bedeckt ist, dürfte die Suche wenig Erfolg bringen. Als Behälter für die Pilze eignen sich am besten Körbe, Plastiktüten sind dagegen ungeeignet. Am besten überprüft man noch an Ort und Stelle mit einem Probeschnitt, ob ein Pilz "wurmig" ist.
In Franken beliebte Speisepilze
(Detailinfos und Bilder in der Pilzdatenbank der II. Medizinischen Klinik der TU München)
- Steinpilz
Er gilt als einer der edelsten Speisepilze überhaupt und eignet sich für viele Zubereitungsarten.
- Maronenröhrling
Junge und feste Exemplare sind gut geeignet, ältere werden leicht matschig. Manche mögen den Maronenröhrling nicht wegen seiner Eigenschaft, beim Kochen etwas schleimig zu werden. Auf jeden Fall ist der Maronenröhrlich aber ein guter Trockenpilz, der dann etwa in Pastasaucen oder im Risotto verwendet werden kann.
- Pfifferling
Im Franken als "Gelberla" geläufig, ist der Pfifferling ein extrem vielseitiger und beliebter Speisepilz. Im Umkreis der großen Städte ist er allerdings nur noch vereinzelt anzutreffen.
- Parasolpilz
Einer der wenigen Lamellenpilze, die sich sicher bestimmen lassen. Beliebt ist die Zubereitungsart, ihn in der Pfanne zu braten.
- Fichtenreizker
In den fränkischen "Steckerlaswäldern" bisweile häufig anzutreffen, wegen seiner orangen Farbe mit leichtem Grünstich leicht auszumachen. Er wird wie der Parasolpilz gerne in Mehl gewendet und gebraten.
- Birkenpilz
In jungem Zustand ein hervorragender Speisepilz, älter dagegen schmeckt er wässrig und fade.
- Rotkappe
Ähnlich wertvoll wie der Steinpilz, allerdings mittlerweile auch eher selten anzutreffen.
- Schopftintling
Der anfangs weiße, später blau verfärbte und schleimige Pilz ist jung sehr wohlschmeckend.
- Semmelstoppelpilz
Auf dem ersten Blick erinnert er ein wenig an einen Pfifferling, lässt sich aber durch die spitzen "Härchen" an der Unterseite leicht ausmachen.
- Krause Glucke
Dieser Pilz erinnert entfernt an einen Badeschwamm. Sehr würzig und aromatisch, allerdings auch ziemlich aufwendig zu putzen.
- Totentrompete
Schwarz und trichterförmig, wird in erster Linie als Trocken- und Gewürzpilz verwendet.
Pilzauskunftstellen
Siehe auch
