Rintfleisch-Pogrom

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Das Rintfleisch-Pogrom war die erste Verfolgung von Juden im deutschsprachigen Raum.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die erste Verfolgung von Juden 1298 brach aufgrund eines angeblichen Hostienfrevels hervor, der von einem Juden begangen sein sollte. Diese erstmalige Verfolgung der Juden stellt einen Einschnitt in das Verhältnis zu Juden dar. Der Ausgang dieser Verfolgung lag in Röttingen. Der dann durch Franken ziehende „König Rintfleisch“ mit seiner Gruppe von „Judenschlägern“ ermordete in Rothenburg ob der Tauber, Würzburg, Nördlingen, Bamberg und Nürnberg an die 5.000 Menschen jüdischen Glaubens und rottete so auch die blühenden Gemeinden aus. Viele dieser Opfer sind im Nürnberger Memorbuch genannt. Allein in Bamberg wurden mehr als 135 Personen Opfer dieses Pogroms. Zu den gequälten, erschlagenen und verbrannten Opfern zählten auch Juden auswärtiger Gemeinden, die in Bamberg zu Besuch waren.


Betroffene Orte

  • Uissigheim (Baden)
  • Vohburg an der Donau (Oberbayern)
  • Volkach (Unterfranken)
  • Waldberg (Unterfranken)
  • Waldenburg (Württemberg)
  • Wallerstein (Schwaben)
  • Wässerndorf (Unterfranken)
  • Wasungen (Thüringen)
  • Weinheim an der Bergstraße ()
  • Weinsberg (Württemberg)
  • Weißenburg in Bayern (Mittelfranken)
  • Wertheim (Mittelfranken)
  • Widdern (Baden)
  • Windsbach (Mittelfranken)
  • Wirsberg (Oberfranken)
  • Wolfsegg (Oberpfalz)
  • Württemberg (Landesübersicht)
  • Würzburg, (Unterfranken)

Literatur

  • Germania Judaica Band II/1
  • Germania Judaica Band II/2
  • Friedrich Lotter: Die Judenverfolgung des „König Rintfleisch“ in Franken um 1298. Die endgültige Wende in den christlich-jüdischen Beziehungen im deutschen Reich des Mittelalters. In: Zeitschrift für Historische Forschung 4 (1988), S. 385–422

Siehe auch

Weblinks