St. Jobst

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Der Pfarrort St. Jobst gehört zum Stadtteil Erlenstegen in Nürnberg.

Inhaltsverzeichnis

Zur Geschichte

  • Stadtlexikon Nürnberg Der folgende Abschnitt stammt aus dem von Michael Diefenbacher und Rudolf Endres herausgegebenen Stadtlexikon des Stadtarchivs Nürnberg, ist urheberrechtlich geschützt und deshalb nicht bearbeitbar. Weitere Abschnitte zu diesem Thema sind aber durchaus erwünscht.

1300 wurde die Straßenkapelle von Jobst an der „Goldenen Straße“ nach Prag zu einem Wallfahrtsort erhoben. Anfang des 14. Jahrhundert stiftete man den gleichnamigen Siechkobel. Östlich der 1356 geweihten Kirche lag das Hofmeisterhaus (1943 als „Gaststätte Siechenkobel“ zerstört). Das Hochgericht (Fraisch) stand der Reichsstadt Nürnberg zu (vom bayerischen Oberamt Baiersdorf bestritten). Der reichsstädtische Pfleger besaß ein eigenes Pflegerhaus. Schon 1483 wurde ein Friedhof angelegt. 1796 wurde Jobst preußisch (Justiz- und Kammeramt Erlangen), 1810 bayerisch (Landgericht Erlangen). Seit 1813 Teil des Steuerdistrikts und seit 1818 Teil der Gemeinde Erlenstegen, wurde Jobst 1899 mit dieser nach Nürnberg eingemeindet. Der einst einsam gelegene, inzwischen zu einem modernen Gemeindezentrum ausgebaute Komplex ist völlig in der Großstadt aufgegangen. In ehemaligen Fabrikhallen des Eisenwerks Nürnberg AG vormals Julius Tafel wurden 1987/88 die Tafelhalle und das Centrum Industriekultur eröffnet.
Autor: Prof. Dr. Hermann Rusam

Quellen:
Stadtlexikon Nürnberg

Literatur

  • Georg Rusam: St. Jobst in Geschichte und Gegenwart. Nürnberg: Evang.-Lutherische Kirchengemeinde St. Jobst, 1969, 55 Seiten
  • Evangelische Kirchengemeinde Nürnberg-St. Jobst (Hrsg.): St. Jobst - acht Jahrhunderte Kirche an ihrem Ort. Nürnberg 1996
  • Geschichte Für Alle e. V. (Hrsg.): Zwischen Villa, Altenheim und Mietwohnung. Wohnen in Erlenstegen, St. Jobst und am Nordostbahnhof. In: Nürnberger Stadtteilhefte 2. Nürnberg 2002
  • Hermann Rusam: St. Jobst (Stadtteil). In: Michael Diefenbacher; Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. Nürnberg: W. Tümmels Verlag, 1999, ISBN 3-921590-69- im Netz
  • Walter Steinmaier: St. Jobst. Das Aussätzigenspital am Empfangsweg des Kaisers. Herrscherkult und Siechenhaus. Ein Beitrag zum Stadtausbau unter Karl IV. und zum Spitalwesen der freien Reichsstadt Nürnberg. Nürnberg: Mabase-Verlag, 2006, 347 S., ISBN 978-3-939171-01-0

Siehe auch

Weblinks

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