Straßenbahn (Nürnberg)
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Nürnberg ist neben Würzburg die einzige fränkische Stadt, die ein Straßenbahnnetz unterhält.
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Geschichte
Seit 1864 verkehrte in Nürnberg eine Pferdebahn. 1881 wurde die erste elektrische Straßenbahn eröffnet. In den darauf folgenden Jahren wurde das Straßenbahnnetz vollständig elektrifiziert und ausgebaut, so dass in Nürnberg und Fürth bis zu 23 Linien verkehrten.
Das Straßenbahnnetz hatte im Vergleich zu anderen Städten eine sehr hohe Kapazität, was auch durch die Großveranstaltungen während des Dritten Reichs begründet wurde.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Straßenbahnnetz stark beschädigt. Einzelne Strecken wurden nach Kriegsende nicht wieder hergestellt.
In den 1960er-Jahren wurde eine Unterpflasterstraßenbahn angedacht, jedoch zugunsten einer U-Bahn verworfen. Nach Eröffnung der ersten U-Bahn 1972 wurde das Straßenbahnnetz mehrfach zugunsten der U-Bahn ausgedünnt, so dass seit 1981 in Fürth keine Straßenbahn mehr verkehrt. Der vorher von der Straßenbahn befahrene Hochbahnabschnitt zwischen Eberhardshof und Stadtgrenze wurde für U-Bahn-Züge umgebaut.
Seit 10. Dezember 2011 verkehren noch fünf Straßenbahnlinien. Eine vollständige Einstellung der Straßenbahn zugunsten von Bussen steht nicht mehr zur Debatte.
- Linie 4: Gibitzenhof - Plärrer - Thon (wie vorher)
- Linie 5 (geändert): Tiergarten - Hauptbahnhof - Celtisplatz - Christuskirche - Worzeldorfer Straße
- Linie 6: Doku-Zentrum - Dutzendteich - Christuskirche - Plärrer - Westfriedhof (wie bisher)
- Linie 7 ist entfallen, Ersatz durch
- Linie 8 (geändert): Erlenstegen - Hauptbahnhof - Marientunnel - Tristanstraße. Die Tunnelstrecke zur Endstation Bayernstraße bleibt aus Sicherheitsgründen gesperrt.
- Linie 9 (geändert): Doku-Zentrum - Luitpoldhain - Widhalmstraße - Hauptbahnhof.
Mit dem neuen Fahrplan wurde die neue Strecke Hauptbahnhof - Celtistunnel - Aufseßplatz in Betrieb genommen, um die Wendeschleife am Hauptbahnhof zu entlasten. Die Strecke vom Rathenauplatz durch die Pirckheimerstraße zum Friedrich-Ebert-Platz wurde nach Eröffnung der U-Bahn stillgelegt.
Planungen
Für die Zukunft sind folgende Projekte angedacht:
- Verlängerung der Linie 4 von Thon bis zum Wegfeld;
- möglicher erneuter Bau einer Linie vom Rathenauplatz zum Hallertor (als Ersatz für die Strecke durch die Pirckheimerstraße);
- möglicher Neubau einer Strecke von Gibitzenhof zum Finkenbrunn (als zweite Zufahrt zum Straßenbahndepot an der Heinrich-Alfes-Straße);
- möglicher Neubau einer Strecke von der Bayernstraße zur Brunecker Straße
- Neubau einer Stadtbahnlinie nach Erlangen und/oder Kornburg (derzeit nicht weiter verfolgt).
Wagenpark
Die ältesten im Einsatz befindlichen Fahrzeuge stammen aus den 1970er-Jahren und sind nur noch als Betriebsreserve gedacht. Mehrere in den 1960er-Jahren eingeführte Großraumwagen wurden nach Antalya und Krakau abgegeben und fahren dort noch heute.
Depots
Das Straßenbahndepot Muggenhof wurde im Jahr 2003 von der VAG (Verkehrs-Aktiengesellschaft) aufgelöst. Im Historischen Straßenbahndepot St. Peter befindet sich heute ein Museum der Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn e.V..
Siehe auch
Weblinks
- Wikipedia: Straßenbahn (Nürnberg)
- Verkehrs-AG Nürnberg: Internetauftritt
- Verkehrsgemeinschaft Großraum Nürnberg: Internetauftritt
