Truffauts

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The Truffauts sind eine Nürnberger Indie-Band, die im Jahr 1986 gegründet wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Als sich die Truffauts gründeten, waren sie eine der wenigen Indie-Bands im Raum Nürnberg. Die ersten beiden Alben "Fanny" und "Billy-Ze-Kick" verkauften sich bundesweit gut. Auch die jüngeren Alben finden durchaus lobende Erwähnung, etwa im "Rolling Stone". Eine internationale Karriere strebte die Band indes nie an. Seit 1986 veröffentlicht sie etwa alle zwei Jahre ein neues Album. Aus der Reihe fällt lediglich eine sechsjährige Schaffenspause, die von 1995 bis 2001 andauerte und auf Differenzen innerhalb der Band beruhte. Das aktuelle Album heißt "Tous Les Dimanches" und ist 2006 erschienen.

Besetzung

Jean-Jacques Boucher (Gesang, Bass)
Ronald Chateauroux (Gitarre, Gesang)
Fred Batteur (Schlagzeug)
Olivier Durange (Gitarre, Gesang)

Diskografie

Alben

1987 Fanny (LP, Sputnik/EFA)
1988 Billy-Ze-Kick (LP, Sputnik/Semaphore)
1990 Flowers On Your Stomach (LP/CD, Sputnik/IRS)
1992 Almost Classical Stories (LP/CD, Day-Glo/Rough Trade)
1994 Catholics and Coffeebreaks (CD, TUG/Semaphore)
2001 In Candyland (CD, Fieberkurve/media-arte)
2003 Are Things O.K. Now (CD, TP9/Rough Trade)
2006 Tous Les Dimanches (CD, TP9/Rough Trade)

Singles / Sonstiges

1987 In Your Sleep/Between The Lines (7", Sputnik)
1988 Mandy (The Crowd of Fury) (7", Big Store)
1989 Pablo Picasso (7" clear vinyl, Sputnik)
2000 The Truffauts In Candyland (Online Album, records.de)
2000 Sofa EP (Online EP, records.de)
2006 Traquilizer (Onlie Album, Fuego)

Artikel in der NZ

  • Originaltext! Dieser Text stammt aus der Nürnberger Zeitung, ist urheberrechtlich geschützt und deshalb nicht editierbar. Das Anlegen weiterer Abschnitte ist aber durchaus erwünscht!

06/2006

Die Nürnberger Band »The Truffauts« veröffentlicht ihr achtes Album - Musikalische Nonchalance aus Franken
Wenn Ronald Rothenburger alias Ronald Chateauroux von seiner Band spricht, hat er glänzende Augen: »Ohne geht es einfach nicht«, erklärt der Gitarrist der Nürnberger Indie-Band »The Truffauts«. Und so haben sich die drei Musiker mit den französischen Künstlernamen Boucher, Batteur und Chateauroux (Chateau = Burg, rouge = rot) wieder einmal zusammengetan und ihr mittlerweile achtes Album veröffentlicht.
Kaum zu glauben, klingt doch die aktuelle Scheibe »Tous les dimanches« wie ein Debütalbum - und das im positivsten Sinne. Denn obwohl der Indie-Pop der Truffauts nonchalant und leichtfüßig daherkommt, wirkt er nicht »totgefeilt« wie so viele routinierte Nachfolgealben.
Der Grund dafür ist schnell gefunden: Häufig, so berichtet Ronald Rothenburger, nehme man einfach den »first take« fürs Album, also den ersten Versuch. Und so hat die Aufnahme von »Tous les dimanches« nicht länger als drei Wochen gedauert. Schnell waren die Truffauts schon immer. Ansonsten hat sich in den vergangenen zehn Jahren aber einiges geändert.
»Als wir angefangen haben, war es noch viel leichter, im Musikbusiness erfolgreich zu sein«, weiß der Gitarrist. Dabei sei es heute wesentlich unkomplizierter, eine Platte aufzunehmen als in den 80ern. Ein Widerspruch in sich? Nicht unbedingt. »Früher brauchte man ein Label und ein richtiges Tonstudio, um eine Platte aufzunehmen.« Heute würden ein paar Geräte im Keller reichen, um relativ gute Qualität zu produzieren. Dadurch gebe es viel mehr neue Musik, die den Markt geradezu überschwemmt. »Sich da abzuheben ist schwer«, so Rothenburger.
1986 waren die Truffauts eine der wenigen Indie-Bands im Raum Nürnberg. Vor allem ihre ersten beiden Alben »Fanny!« (1987) und »Billy-Ze-Kick« (1988) brachten ihnen bundesweiten Erfolg und einträgliche Verkaufszahlen ein. Doch auch die jüngeren Alben finden beim »Rolling Stone« immer wieder lobende Erwähnung. »In Candyland« (2001) verleitete die damalige VIVA-Moderatorin Charlotte Roche gar zu einer persönlichen E-Mail mit folgendem Inhalt: ». . . die CD ist der Burner! Die läuft bei uns in der Redaktion rauf und runter!«
Internationalen Erfolg strebte die Kombo indes nie ernsthaft an: »Wir haben es einfach nicht versucht«, erklärt Ronald Rothenburger. Immerhin haben alle drei Musiker »anständige« Berufe: »Die hätte man dafür an den Nagel hängen müssen. Das Risiko war uns einfach zu groß«, so der Musiker, der inzwischen als Chefredakteur der Jugendzeitschrift »Stafette« tätig ist. Und dann ist da ja auch noch die Familie. Für ein Rockstarleben bleibt da kaum Zeit.
Dennoch: So ganz ohne können die drei Musiker nicht. Und so erscheint etwa alle zwei Jahre ein kreativer Erguss der Nürnberger. Nur die sechsjährige Schaffenspause zwischen 1995 und 2001 fällt aus der Reihe. »Da sind wir uns eine Zeitlang ziemlich auf die Nerven gegangen«, gibt Ronald Rothenburger zu.
Doch die Krise ist überstanden, und inzwischen ist man sich im Hause Truffaut wieder einig. Bleibt nur eine Frage offen: Warum sind die Jungs so verdammt französisch? Benannt nach einem französischen Regisseur, französische Pseudonyme, einige französische Songs auf fast jeder Platte. . . »Das liegt daran, dass wir früher totale Frankreich-Fans waren, vor allem unser Sänger und ich. Wir hatten sogar französische Freundinnen.« Aha. Wie so oft sind also die Frauen schuld. Stephanie Siebert

Weblinks

Die Homepage der Band