Wanderung durchs Pegnitztal

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Idyllischer geht es kaum: Bei Lungsdorf im oberen Pegnitztal zeigt sich die Hersbrucker Schweiz von ihrer schönsten Seite. Unser Wanderweg überquert hier das Flüsschen auf einer kleinen Brücke.
©: Alfred Bachmann/NZ
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Rund um das obere Pegnitztal

Von Alfred Bachmann

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte... Die Lüfte werden wieder lauer und sie locken die Wanderer hinaus in die erwachende Natur. Deshalb möchten wir Sie zur nachfolgend beschriebenen Frühlings-Rundwanderung von ungefähr fünfzehn Kilometern animieren.


Wir starten vom Bahnhof Neuhaus, wo wir gut parken können. Neuhaus ist auch mit der VGN-Linie R 3 erreichbar. Vom Bahnhof gehen wir auf die andere Straßenseite zum Telefonhäuschen. Dort laufen wir mit der Markierung Blaukreuz des Fränkischen Albvereins den Pfad hoch, rechts an einem Gasthaus vorbei. Dann erreichen wir den oberen Markt, wo wir auf der Burgstraße weiter bergauf streben. Wir streifen rechts die Burgmauer der Burg Veldenstein und laufen durch die Siedlung bis zum Waldrand. Weiter die Markierung Blaukreuz im Auge, steigen wir in einem Waldstück auf die Hochfläche. Auf einem unbefestigten Weg treffen wir in Kürze rechter Hand auf ein Kruzifix. Von hier sind es laut Wegweiser wenige Kilometer nach Velden. Wir setzen die Wanderung auf der Hochfläche fort und stoßen nach einiger Zeit rechter Hand auf eine etwas zurückgesetzte Bank. Dahinter befindet sich ein so genannter Hüllweiher. »Hülwe«, mittelhochdeutsch, bedeutet Sumpfweiher. Das geschützte Biotop ist Lebensraum für viele Kleintiere und auch Tränke für Vögel. Bald stoßen wir auf ein Teersträßchen, das nach Velden abwärts führt. Zur Rechten liegt der Friedhof. Auf der Friedhofstraße steuern wir auf Velden zu. Unsere Augen erfreuen sich am Rande von Velden an einigen schönen Fachwerkstadeln, bevor wir den Marktplatz erreichen. Jetzt streben wir auf der Mühltorstraße dem Mühltor zu und laufen hindurch. Nun gehen wir die Wachtbergstraße bis zur Fachwerkscheune rechter Hand hoch. Dort schwenken wir scharf links ab und streben mit der Grünkreuz-Markierung einen Treppenweg hoch. Dieser führt uns auf einen Saumweg oberhalb des Pegnitztales. Von hier bietet sich ein schöner Blick auf Velden. Wir wandern wenige Kilometer auf der Hochfläche dahin und steigen dann nach Lungsdorf ab. Das Fachwerk- und Felsendorf liegt hier wildromantisch eingebettet im oberen Pegnitztal, eine Augenweide für die Wanderer. Wir folgen der Grünkreuz-Markierung und verlassen den Ort nach links über ein Brücklein, die Pegnitz überquerend. Mit gleicher Markierung steigen wir steil den Berg hoch, der uns ganz schön außer Puste bringt. Oben auf der Hochfläche laufen wir bis zu einem Wegweiser. Dort folgen wir der Rotkreuz-Markierung Richtung Hartenstein. Nach wenigen Kilometern berührt der Weg ein Umspannwerk, an dessen Ende wir im rechten Winkel abbiegen. Auf einem leicht ansteigenden Pfad nähern wir uns Hartenstein. Mit der Markierung rotes Andreaskreuz steigen wir die letzten Meter, an der Kirche vorbeikommend, hoch nach Hartenstein. Hartenstein wird überragt von einer Burg aus dem zehnten Jahrhundert. Sie diente früher als Bollwerk gegen die heidnischen Wenden. Die Burg wechselte oft den Besitzer und ist jetzt in privater Hand. In Hartenstein lassen sich in mehreren Gasthäusern wieder die Wanderakkus für den Weiterweg aufladen. Auf der Straße laufen wir bergab bis zur Kurve. Dort schwenken wir nach rechts und gehen bis zur Jugendherberge hoch. Nun vertrauen wir uns dem Wegezeichen Blaupunkt an, das durch den Wald zur Petershöhle leitet. Der Eingang zur Petershöhle liegt hoch auf einer Bergkuppe. Sie wurde 1914 von einem Mann namens Peter und dessen Sohn entdeckt. Als sie weiter in die Höhle vordrangen, stießen sie auf viele Tierskelette. Die Naturhistorische Gesellschaft in Nürnberg wertete die Funde aus. Mit der richtigen Ausrüstung lässt sich die Höhle erkunden. Wir folgen der Blaupunkt-Markierung durch den Wald, bis wir nach Engenthal gelangen. Von dort führt die Blaupunkt-Markierung die Wanderer auf einem wenig befahrenen Sträßchen über Rothenbruck und Finstermühle zurück zum Ausgangspunkt Neuhaus.

Quelle: NZ vom 01.04.2006

Das Franken-Wiki freut sich über Anmerkungen zu dieser Wanderung, die gerne auf der Diskussionsseite eingefügt werden können.


Wanderkarte

(Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

Wanderung durchs Pegnitztal.
©: Info-Grafik/NZ