Kloster Heilsbronn

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1132 wurde eines der ältesten Klöster in Franken gegründet - das Kloster Heilsbronn.

Inhaltsverzeichnis

Die Legende

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„Von zwei Brüdern, Rapoto und Konrad, Grafen von Abenberg, war Einer am Fuße verwundet worden. Auf seinem Heimwege durch tiefe damals waldige Gegend reitend, traf der Verwundete ein Brünnlein, stieg bei demselben ab, wusch das verwundete Bein mit selbigem Brunnenwasser und war augenblicklich geheilt. Aus Dankbarkeit gegen Gott beschloß er, an dieser alten Stätte ein Kloster zu stiften, was er auch that in Gemeinschaft mit seinem Bruder, besonders aber unterstützt mit Rath und That von Otto dem Heiligen Bischof zu Bamberg, seinem Vetter“.

Daten und Fakten

Zunächst besetze Bischof Otto das Kloster Heilsbronn mit Benediktinern. Doch bereits 1141 hielten sich dort die Zisterzienser der Abtei Ebrach auf. Den einstigen Ortsnamen „Haholdesbrunn“, veränderten die Mönche in die lateinische Bezeichnung „fons salutis“ („Brunnen des Heils“).

Im Mittelalter entwickelte sich Heilsbronn zu einer der mächtigsten und reichsten Abteien des Zisterzienserordens, das alle deutschen Kaiser besuchten. Durch die Reformation traten im Jahr 1524 vierzehn Mönche zur neuen evangelischen Lehre über. Abt Johannes Schopper bemühte sich um einen Fortbestand des Klosters durch einen Kompromiss zwischen evangelischer Lehre und katholischer Liturgie. Zusätzliche wurde 1534 eine Klosterschule gegründet.

Nach dem Tod von Abt Melchior Wunder (1578 gestorben) starb auch der Heilsbronner Konvent aus. Das Klostervermögen kam unter eine gesonderte markgräfliche Klosterverwaltung und wurde erst beim Übergang an Bayern dem Staatsvermögen zugeteilt. Die Tradition der Klosterschule wurde rund 150 Jahre lang durch die „Fürstenschule“ fortgesetzt. Diese durften nur die 100 begabtesten Söhne des Landes besuchen. 1737 vereinigte man diese Bildungsanstalt mit dem Gymnasium in Ansbach. Einer der ersten Absolventen war der Gelehrte Friedrich Taubmann.

Sehenswürdigkeiten

Von den für Anfang des 16. Jahrhunderts nachgewiesenen 29 Altären sind heute noch neun erhalten. Viele stammen aus der Frühzeit des 16. Jahrhunderts.

Aufgrund ihrer vielen Grabdenkmäler hat man der ehemaligen Klosterkirche auch den Titel „Schlafkammer des fränkischen Adels“ verliehen. Der Westchor, die so genannte Ritterkapelle, ist eine Grablege des Adels mit Bildsteinen aus dem 15. Jahrhundert. Im südlichen Seitenschiff befindet sich ein weiteres Moratorium mit Grabmälern des 15. und 16. Jahrhunderts.

Das Brunnenhaus, aus dem Jahr 1735, der Stiftskirche wurde anstelle des zerstörten Dreischalenbrunnens des Klosters errichtet und die Neue Abtei ist heute Sitz des Katechetischen Amtes der Evangelischen Landeskirche in Bayern.

Das Kloster heute

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Die Klosterkirche gilt, im deutschen Raum, als die früheste Zisterzienser-Kirche. Von der ehemaligen Klosteranlage sind nur noch Reste erhalten und das Refektorium wird heute als Gemeindesaal genutzt. Der Kreuzgang ist weg, genauso wie die St. Katharina Kapelle die 1330 erbaut wurde.

Über den Turm lassen sich verschiedene Aussagen treffen. Zum Einen, er wäre auf den Grundmauern der St.-Katharina-Kapelle erbaut worden, zum Anderen er wäre beim Abriss der Kapelle 1733 stehen geblieben.

Der heutige evangelische Gemeindesaal hat Jahrhunderte überdauert, ein bedeutendes Zeugnis frühgotischer Architektur. Es stammt aus dem ersten Viertel des 13. Jahrhunderts.


Museum „Vom Kloster zur Stadt“

Das Museum zur Geschichte des Klosters befindet sich seit dem Jahr 2006 im Konventhaus. Hier wird die Geschichte von der Gründung bis zur Auflösung des Klosters und die damit entstandene Stadt Heilsbronn dargestellt.

Öffnungszeiten

  • Mittwoch bis Sonntag 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
  • Januar und Februar nur Sonntag 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Quellen