Nürnberger Sportpresse-Show

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Die Nürnberger Sportpresse-Show war viele Jahre lang eine feste Institution im fränkischen Veranstaltungskalender. Der erste Event, damals noch unter dem Namen Sportpresse-Fest, ging im Herbst 1975 im Nürnberger Messezentrum über die Bühne. Veranstalter war der Verein Nordbayerischer Sportjournalisten (VNBS), die Gesamtleitung lag in den Händen der damaligen Vorstandschaft mit Dieter Bracke (1. Vorsitzender), Paul Hertrich (2. Vorsitzender) und Franz Schäfer (Schatzmeister).

Der VNBS veranstaltete bis 1996 insgesamt 17 dieser Shows, ab 1984 fanden sie in der Frankenhalle im Messezentrum statt. Ende der 1990er-Jahre erschien den Veranstaltern das Konzept nicht mehr zeitgemäß und finanzierbar, die Nürnberger Sportpresse-Show wurde eingestellt.

Ziel der Veranstaltung war es stets, eine Mischung aus hochkarätigem Sport, beeindruckender Ästhetik und kurzweiliger Unterhaltung unter einen Hut zu bringen. Top-Stars aus allen Sportarten, Olympiasieger, Weltmeister und regionale Größen gaben sich Jahr für Jahr ein Stelldichein: Franz Beckenbauer, Sepp Maier, Uli Hoeneß, Paul Breitner, Günter Netzer, Uwe Seeler, Lothar Matthäus, Andreas Köpke, Heide Rosenthal-Ecker, Rosi Mittermaier, Didi Thurau, Dietmar Mögenburg, Klaus Wolfermann, Jürgen Hingsen, Anja Fichtel, Heike Drechsler, Andreas Wecker, Erhard Wunderlich, Heiner Brand, Eberhard Gienger, Jens Weißflog, Lars Riedel, Toni Sailer, Henry Maske oder Peter Angerer, um nur einige zu nennen.

Zu Publikumslieblingen avancierten zudem Paradiesvögel wie Tennis-Clown Mansur Bahrami oder Turn-Stuntman Paul Hunt, die Rhönrad-Nationalmannschaft, diverse Kunstrad-Weltmeister, hoch dekorierte Kunstturner, Sportgymnastinnen oder die dänischen Turn-Kids "Flying Aarhus". Show-Größen wie Roberto Blanco, Gotthilf Fischer, Mike Krüger, Patrick Lindner oder die Conny-Wagner-Band rundeten die stets gut frequentierten Veranstaltungen ab. Als Moderatoren fungierten unter anderem Eberhard Stanjek, Werner Zimmer, Gerd Rubenbauer, Harry Wijnvoord und Markus Othmer. Hinter den Kulissen zog stets Olympiasieger Willi Holdorf als Regisseur die Fäden.

Zum Ausklang der Nürnberger Sportpresse-Shows trafen sich Künstler, Athleten und Zuschauer später bei der so genannten „Langen Nacht des Sports“. Bei schwungvoller Musik, Speis und Trank ließen die Beteiligten in einer zum „fränkischen Dorf“ umgestalteten Messehalle die Veranstaltung ausklingen. Dort begegneten sich Weltmeister und Hobbysportler, Promis und Otto Normalverbraucher in legerer Runde, plauderten bei einem Glas Wein über Gott und die Welt. Auch dieses gesellschaftliche Ereignis erfreute sich großer Beliebtheit und zog sich stets bis in die frühen Morgenstunden hin.